Einselthum
21 Meter hoher Silo durch Feuer einsturzgefährdet
Gegen 17.30 Uhr ist die Maistrocknungsanlage am Dienstag in Brand geraten. Und beschäftigt seither die Einsatzkräfte. Denn der 21 Meter hohe Turm ist einsturzgefährdet.
„Noch etwa sechs bis sieben Tonnen Sojabohnen und Sonnenblumenkerne glimmen im Inneren vor sich hin“, schätzte Göllheims Wehrleiter Steffen Specht am Mittwochabend. Dies setze der Statik weiter zu. Allerdings sei es schwierig, den Innenraum komplett zu löschen – auch deshalb, weil „Sojabohnen und Sonnenblumenkerne eine Art Kruste gebildet haben“, durch die das Löschwasser kaum hindurch gelange.
Sturm verhindert Kran
Eine Spezialfirma soll am Freitag damit beginnen, die Anlage abzubauen – so diese denn dann noch steht. Vorher sei es wegen der erwarteten Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern nicht möglich, einen Kran aufzustellen, der benötigt wird, um das Silo von oben nach unten abzutragen.
Glücklicherweise stehe das Bauwerk nicht nahe an Wohngebieten. „Wenn es fällt, dann hoffentlich in den Wingert“, sagte Specht am Mittwoch mit Blick auf die landwirtschaftlichen Gebäude in direkter Nachbarschaft.
Großräumig abgesperrt
Aus bislang ungeklärter Ursache, wie die Polizei berichtet, hatte sich in der Maschine ein Feuer entwickelt, wodurch das Edelstahlgehäuse in Brand geriet. Den Feuerwehren aus mehreren Verbandsgemeinden gelang es recht schnell, das Feuer unter Kontrolle zu bringen – gegen 17.30 Uhr war der Alarm eingegangen, gegen 22 Uhr war der Einsatz laut Specht beendet. Lediglich eine Brandwache blieb in der Nacht auf Mittwoch in Einselthum, und die hat laut Wehrleiter auch immer mal wieder eingreifen und aufflammendes Material ablöschen müssen. In der Folge wurde das glimmende Material in der Anlage weiter gekühlt.
Wegen der Einsturzgefahr wurde ein Bereich mit einem Radius von 60 Metern abgesperrt. Der Sachschaden wird laut Polizei auf 500.000 Euro geschätzt.