Donnersbergkreis 125 Jahre FCK: Friedliches Fest in Berlin, ein Heimspiel in Köln

19. Mai 1990: Am Rande des Pokalendspiels in Berlin haben sich Heiko Glaß (Mitte) und Rüdiger Böhm mit diesem „sehr netten Volks
19. Mai 1990: Am Rande des Pokalendspiels in Berlin haben sich Heiko Glaß (Mitte) und Rüdiger Böhm mit diesem »sehr netten Volkspolizisten« ablichten lassen.

Anlässlich des 125. Jubiläums erzählen uns RHEINPFALZ-Leser ihre Anekdoten zum 1. FC Kaiserslautern. Heute denkt Heiko Glaß an zwei große Erfolge in den 90er-Jahren zurück.

„Am 19. Mai 1990 war ich neben zigtausend anderen Anhängern unseres FCK in Berlin“, schreibt Heiko Glaß aus Dannenfels. An diesem Tag holten sich die Roten Teufel durch einen 3:2-Erfolg über Werder Bremen den DFB-Pokal. Sein damaliger Arbeitskollege Rüdiger Böhm aus Eisenberg sei mit ihm zum Finale gereist – „Strapazen, die man gerne auf sich nahm“, so Glaß. In Berlin sei alles friedlich geblieben, „da man damals noch eine Fanfreundschaft mit Werder Bremen pflegte“. Glaß hat als bleibende Erinnerung an diesen großen Tag ein Foto, das ihn zusammen mit seinem Kumpel und einem „sehr netten Volkspolizisten“ in der Straße „Unter den Linden“ zeigt.

15. Juni 1991: Feiernde FCK-Fans auf dem Weg nach Köln. Durch den 6:2-Erfolg holten sich die Roten Teufel sensationell die Deuts
15. Juni 1991: Feiernde FCK-Fans auf dem Weg nach Köln. Durch den 6:2-Erfolg holten sich die Roten Teufel sensationell die Deutsche Meisterschaft.

Seine zweite Episode datiert rund ein Jahr später: Am 15. Juni 1991 wurde der FCK mit Trainer Karl-Heinz Feldkamp durch ein 6:2 beim 1. FC Köln sensationell Deutscher Meister – mit dabei waren rund 40.000 Lauterer Fans. „Das war quasi ein Heimspiel für unsere Jungs, die Stimmung war fantastisch. Man traf Leute, die immer in der Westkurve neben einem standen, man war in Köln wie zuhause auf dem Betzenberg“, schreibt Glaß. Mitgeschickt hat er Fotos von Fans, die auf der Hinfahrt zum Spiel während einer Pause auf einem Rastplatz mächtig Stimmung machten. Gerne denkt er auch an die Feier am folgenden Tag „mit Präsentation der Meisterschale in Kaiserslautern vom Balkon des Rathauses“ zurück. In der Menschenmenge habe er unter anderem den früheren Betze-Spieler Herbert Hoos getroffen. Mit ihm habe er sich „sehr gut über Fußball und den FCK unterhalten – ein sehr sympathischer Mensch“.

Ein „sehr sympathisch Mensch“, sagt Heiko Glaß über den früheren FCK-Spieler Herbert Hoos, den er 1991 am Rande der Meisterfeier
Ein »sehr sympathisch Mensch«, sagt Heiko Glaß über den früheren FCK-Spieler Herbert Hoos, den er 1991 am Rande der Meisterfeier in Kaiserslautern getroffen hat.

Seit den 70er-Jahren Fan der Roten Teufel

Den Roten Teufeln ist Glaß (Jahrgang 1962) seit der Saison 1972/73 verbunden: Da sei er beim Spiel gegen Kickers Offenbach erstmals mit seinem Vater auf dem „Betze“ gewesen – damals hatten beide einen Sitzplatz auf der Nordtribüne. Bis heute ist er „seinem“ FCK treu geblieben, der Dannenfelser hat schon seit vielen Jahren eine Dauerkarte in der Westkurve. Und natürlich hofft er darauf, noch einmal solche Erfolge feiern zu dürfen wie zu Beginn der 1990er-Jahre …

Natürlich war Heiko Glaß 1991 auch bei der Meisterfeier auf dem Rathausplatz dabei.
Natürlich war Heiko Glaß 1991 auch bei der Meisterfeier auf dem Rathausplatz dabei.

Leseraufruf

Als Absteiger zum Pokalsieg. Als Aufsteiger zum Deutschen Meister. Mehrmals totgeglaubt und doch noch am Leben. Der 1. FC Kaiserslautern, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert – und seine Fans haben viel zu erzählen. Wir wollen die Geschichten der RHEINPFALZ-Leser rund um „de Betze“ hören: Schildern Sie uns Ihre Erinnerungen an den FCK, an Treffen mit Legenden, an besondere Spiele, wie Sie selbst die größten und die bittersten Momente des Vereins erlebt haben – gerne garniert mit den passenden Bildern dazu. Schicken Sie das alles per E-Mail an reddonn@rheinpfalz.de. Wir veröffentlichen einige der Zuschriften in den kommenden Wochen.

x