Donnersbergkreis Überschuss im kommenden Jahr

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Ohne Aussprache hat der Winnweilerer Gemeinderat den Doppelhaushalt für die Jahre 2016 und 2017 beschlossen. Während das laufende Jahr mit einem Fehlbetrag von 96.341 Euro abschließt, wird es im Folgejahr einen Überschuss von 132.642 Euro geben. Ortsbürgermeister Rudolf Jacob (CDU) und die Referatsleiterin für das Finanzwesen, Gertrud Cramme, erläuterten den Ratsmitgliedern das gut 300 Seiten starke Zahlenwerk.

Den Erträgen von 6,875 Millionen Euro stehen in diesem Jahr Aufwendungen von 6,971 Millionen gegenüber, was zu einem Fehlbetrag von 96.341 Euro führen wird. Im kommenden Jahr sind Erträge von 7,238 Millionen Euro bei Aufwendungen von 7,106 Millionen Euro eingeplant. Das positive Ergebnis resultiert aus der Umsetzung des Neubaugebietes „Am Stockborn“. Hier wird die Ortsgemeinde Bauflächen verkaufen. Wesentliche Einnahmen sind die Realsteuererträge mit 3,491 Millionen Euro, die Einkommensteueranteile (1,884 Millionen Euro), die Schlüsselzuweisungen (268.171 Euro), der Familienleistungsausgleich (185.094 Euro) und die Umsatzsteueranteile (182.642 Euro). Denen stehen gegenüber die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (464.678 Euro) und die Personal- und Versorgungsaufwendungen (227.764 Euro). Belastet wird der Finanzhaushalt durch Abschreibungen alleine in diesem Jahr mit 201.225 Euro. In den Sach- und Dienstleistungen sind 35.000 Euro für eine neue Bestuhlung im Festhaus, 20.000 Euro für die Ausrichtung der 1125-Jahr-Feier, 20.000 Euro als Zuschüsse im Fassadenprogramm und 10.000 Euro an Planungskosten für ein Friedhofskonzept enthalten. Ein deutlicher Anstieg wird bei den Umlagen verzeichnet. Die Kreisumlage ist um 496.111 Euro auf 2,312 Millionen Euro gestiegen, die Verbandsgemeindeumlage um 495.051 Euro auf 2,625 Millionen Euro und die Gewerbesteuerumlage um 62.991 Euro auf 529.320 Euro. Erstmals muss Winnweiler eine Finanzausgleichsumlage von 52.180 Euro an das Land abführen. Aus dem Fonds Deutsche Einheit gibt es eine Erstattung von 14.332 Euro. Die Zinsen belaufen sich auf 81.840 Euro und die Tilgungsleistungen auf 138.840 Euro. In diesem Jahr wird kräftig investiert. 1,437 Millionen Euro sind im Haushaltsplan vermerkt. Zur Finanzierung ist ein Darlehen von 697.940 Euro nötig, so Jacob. Für die Sanierung der Gemeindehalle in Alsenbrück-Langmeil stehen weitere 961.940 Euro zur Verfügung, für die Restarbeiten im Neubaugebiet „Am Mühlberg“ 100.000 Euro und für die Sanierung und Anlegung von Treppenwegen im Ortsbereich 336.000 Euro. Zu den kostenintensiven Produkten zählen unter anderem das Festhaus mit einem Fehlbetrag von 139.890 Euro, die Straßenbeleuchtung mit 112.268 Euro, das Friedhofs- und Bestattungswesen (103.380 Euro), die öffentlichen Grün- und Parkanlagen (53.164 Euro), die Gemeindestraßen (42.857 Euro) und der Bauhof mit Fuhrpark mit 39.520 Euro. Die Fehlbeträge müssen durch die Steuereinnahmen ausgeglichen werden, so der Bürgermeister. Ortsbürgermeister Jacob teilte mit, dass sich die Summe der Bürgschaft zugunsten des Allgemeinen Sportvereins Winnweiler auf nun 121.900 Euro reduziert habe. Der Ortsbürgermeister informierte über die Aktivitäten zum 1125-jährigen Jubiläum der Ortsgemeinde. Dazu gehört im Juli ein Mittelaltermarkt. Viele Vereine bringen sich ein und stimmen ihre Veranstaltungen auf das Jubiläum ab. Höhepunkt wird der Festumzug im Oktober sein. (llw)

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