Donnersbergkreis Überragende Saison gekrönt

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KIRCHHEIMBOLANDEN/GÖLLHEIM. 15 Jahre nach der Abmeldung des FV Rockenhausen spielt ab kommender Saison erstmals wieder ein Verein aus dem Donnersbergkreis in der A-Jugend-Verbandsliga. Die Junioren des FJFV Donnersberg haben in der Landesliga Westpfalz souverän die Meisterschaft gewonnen. Der Pokalsieg krönt ein außergewöhnliches Jahr.

„Dieser Aufstieg ist für uns, aber ich denke auch für die Region etwas ganz Besonderes“, sagt Meister-Coach Mark Silbersdorff. Künftig wieder Junioren-Verbandsliga-Fußball im Donnersbergkreis sehen zu können, sei eine coole Sache. Auch, dass der ASV Winnweiler als erster Verein überhaupt im Kreis mit einem B-Jugend-Team den Sprung in die dritthöchste Spielklasse geschafft hat, freut den 46-Jährigen. Hinter seinen A-Junioren, die seit 2011 in nahezu dieser Besetzung zusammenspielen, liegt eine eindrucksvolle Saison. Wer in seiner Liga die meisten Tore schießt (99), die wenigsten kassiert (19), nur eine von 22 Partien verliert und als einzige Mannschaft zu Hause ungeschlagen blieb, der ist absolut verdient Meister geworden. Mit acht Zählern Vorsprung auf Verfolger ASV Winnweiler feierte der FJFV Donnersberg am Ende souverän den Landesliga-Meistertitel. Nur ein einziges Mal blieb die Silbersdorff-Truppe ohne Punkte: Am neunten Spieltag unterlag sie in Winnweiler 0:2. Emotional wurde es im Rückspiel. Sekunden vor dem Abpfiff traf Pascal Silbersdorff in einer kampfbetonten Partie zum glücklichen und umjubelten 2:1-Siegtreffer. „Das war der Schlüssel zur Meisterschaft. Danach hat alles funktioniert“, blickt der Trainer zurück. Der FJFV fuhr in der Folge reihenweise Kantersieg ein, behauptete die Spitzenposition und hatte am Ende acht Punkte Vorsprung auf „Vize“ Winnweiler. Auch im Pokalhalbfinale schlug man den Rivalen vom Rauhen Weg mit 3:0. Das Endspiel gegen die klassentiefere JFV Nord-West-Pfalz endete glücklich 6:5 (1:1) nach Elfmeterschießen. Die Abwehr vor den gleichermaßen eingesetzten Torhütern David Hauenstein und Björn Wißmann um Elias Throm und Aron Bauer stand sicher. „Generell haben wir sehr kompakt gespielt. Wir haben vorne relativ schnelle Leute. Gerade über Außen waren wir sehr griffig. Das hat gut funktioniert“, betont Silbersdorff. „Mit ausschlaggebend waren auch unsere beiden Winter-Neuzugänge“, verweist der Trainer auf den schnellen und passsicheren Linksaußen André Henn, der aus Gauersheim kam, und den „kämpferischen Sechser“ Jannik Glawe, der wegen muskulärer Probleme fast ein Jahr pausiert hatte. Einen großen Vorteil sieht Silbersdorff auch in der Tatsache, dass mit dem Rasen- und Hartplatz auf dem Schillerhain sowie den Kunstrasenplätzen des Nordpfalzgymnasiums und des TuS Göllheim gleich drei verschiedene Untergründe zur Verfügung standen. Das Zusammenspiel mit der B-Jugend, von denen sechs Spieler Einsatzzeiten bekamen, wertet Silbersdorff als hervorragend. Joshua Smith oder Enes Ülkü haben beispielsweise nicht oft, aber dafür in wichtigen Spielen mitgewirkt. Neben dem internen Torschützenkönig Justin Aron Ball (20) haben auch Gino Nielsen (13), Daniel Lutz und Leon Mattern (je 12) zweistellig getroffen. In der Fairnesstabelle kann sich der FJFV ebenfalls sehen lassen. Nur 21 Gelbe Karten und eine Rote Karte bedeuten Rang drei. Unterstützt wird Silbersdorff, der seit 2006 Jugendtrainer ist und mit diesem Erfolg seine Sammlung auf vier Meisterschaften und Pokalsiege erweitern konnte (unter anderem Meister und Verbandsliga-Aufsteiger mit den C-Junioren des FJFV), von Jugend- und Aktiven-Torwarttrainer Klaus Mattern und Athletiktrainer Dieter Lutz. Die sechs Akteure des älteren Jahrgangs 1997 rücken zu den Aktiven auf. Die 1998er spielen ab Sommer ihr drittes und letztes A-Jugend Jahr. Dann in der Verbandsliga… Der Kader A-Junioren FJFV Donnersberg Tor: David Hauenstein (12 Einsätze, 0 Tore), Henry Wißmann (11, 0) Abwehr: Aron Bauer (20, 4), Elias Throm (19, 3), Joshua Schildhorn (18, 1), Nils Franzreb (18, 2), Ricardo Nielsen (19, 3), André Henn (11, 1), Derhan Özhan (3, 0) Mittelfeld: Leon Mattern (20, 12), Masur Demirel (20, 5), Sebastian Hensel (19, 4), Eric Hamm (19, 6), Pascal Silbersdorff (15, 8), Christoph Schlund (9, 1), Jannik Glawe (7, 1), Mikail Temel (6, 1), Joshua Smith (3, 1), Enes Ülkü (2, 0), Marvin Mahler (1, 1), Micha Sinn (2, 0) Sturm: Justin Ball (14, 20), Gino Nielsen (20, 13), Daniel Lutz (18, 12) Trainer: Mark Silbersdorff

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