Donnersbergkreis „Überforderung hat es nie gegeben“

Als „Schlichten Unsinn“ bezeichnet Wolf-Rainer Zeuner aus Breunigweiler die Äußerungen des Göllheimer Verbandsgemeinderatsmitglieds Regina Pohl (CDU), das Tierheim in Kirchheimbolanden sei mit seiner Aufgabe „total überfordert“ (wir berichteten am 28. Dezember). Eine Überforderung der Mitarbeiter habe es nie gegeben, schreibt Zeuner, selbst ehrenamtlicher Helfer des Tierheims.
In der Jahresabschlusssitzung des Göllheimer Verbandsgemeinderats war es zu einer Diskussion zwischen Pohl und Grünen-Ratsmitglied Doris Hartelt darüber gekommen, ob die Verbandsgemeinde mit dem Tierheim in Kirchheimbolanden einen Vertrag über die Aufnahme von Fundtieren und beschlagnahmten Tieren abschließen sollte. Pohl riet von diesem Vorschlag ab, da sie eine Überforderung des Tierheims in Kirchheimbolanden befürchtete, und empfahl einen Vertrag mit dem Wormser Tierheim. Sie wurde aber vom Rat überstimmt. In seiner Stellungnahme betont Wolf-Rainer Zeuner vorab, er gehöre nicht zum Vorstand des Tierschutzvereins Donnersbergkreis in Kirchheimbolanden. Aber er helfe ehrenamtlich bei handwerklichen Kleinreparaturen und Rechtsfragen im dortigen Tierheim. „Im Schnitt mindestens zweimal pro Woche. Kurz: Ich weiß, wovon ich rede“, schreibt Zeuner. Dass Regina Pohl in der Verbandsgemeinderatssitzung erklärte, das Tierheim in Kirchheimbolanden sei „total überfordert“, habe ihn erstaunt. Im Tierheim sei sie weder präsent noch bekannt. „Frau Pohls Äußerungen sind schlichter Unsinn“, findet Zeuner. „Richtig ist, dass es zu Stoßzeiten zu erheblicher Belastung – physisch und psychisch – der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen kann.“ Das sei für die Tierschutzarbeit typisch und gelte für Kirchheimbolanden ebenso wie für das Tierheim in Worms. Eine Überforderung aber „hat es nie gegeben, schon gar keine ,totale’ – was auch immer das sein mag.“ „Grob unwahr“ sei zudem Pohls Behauptung, das Tierheim in Kirchheimbolanden sei auf ehrenamtliche Helfer angewiesen. „Richtig ist: Im Tierheim Kirchheimbolanden arbeiten sechs entlohnte Helferinnen und Helfer in unterschiedlichem Umfang. Daneben gibt es, wie in Worms auch, eine große Anzahl Ehrenamtlicher, denen man für ihren oft belastenden Einsatz nicht genug danken kann“, hält Zeuner entgegen. Erfreulich sei, dass alle anderen Gemeinderatsmitglieder gegen Pohls Vorschlag gestimmt hätten. „Ich sehe ständig die großartige Leistung der Helferinnen und Helfer im Tierheim und freue mich darüber“, schreibt Zeuner. Dem von Pohl favorisierten Tierschutzverein Worms gegenüber sei er übrigens nicht voreingenommen, streicht Zeuner heraus: Dort sei er früher Erster Vorsitzender und Leiter des Tierheims gewesen. Zudem sei er Ehrenmitglied auf Lebenszeit. „Auch dort wird hervorragende Arbeit geleistet. Nur ist Worms von Göllheim ziemlich weit entfernt.“ |red