Hockey
Zweite Regionalliga: DHC-Herren bei TG Worms gefordert
Über das erste Training nach dem Wochenende möchte DHC-Trainer Andreas Schanninger gar nicht gerne berichten. Wie beinah jede Woche sei die Beteiligung dünn gewesen. Und daher sei auch die Aufstellung fürs Wochenende noch lange nicht klar. Neben den krankheitsbedingten Ausfällen haben auch einige U18-Spieler sicherheitshalber auf die Trainingseinheit am Dienstag verzichtet. Denn nach dem Herrenspiel am Sonntag hat sich das Nachwuchsteam am Montagsabend den Titel in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und damit die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft gesichert.
Da mussten am Dienstag einige Blessuren gepflegt werden. Paul Ott hat sich in dem Spiel schwerer verletzt, wird sogar länger ausfallen. Dominik Rupp ist nun erkrankt. Dazu kommen weitere Ausfälle. Paul Gerstenhöfer ist beruflich bedingt in München, Marc-Joshua Kuster auf einer Fortbildung. Sebastian Dörr wird ebenfalls fehlen.
Paul wieder fit
Dafür ist Jens Paul genesen, für wie viel Spielzeit seine Kräfte reichen, muss man abwarten. Dennoch ist Schanninger für das Wochenende zuversichtlich. Das Team scheine sehr konzentriert mit der Situation umzugehen, lobt er. Seine Mannschaft stelle sich stets gut auf die wechselnden Aufstellungen ein. „Die Jungs haben sichtbar Lust“, stellt er fest. Die Torflut in den ersten Spielen ist ein deutlicher Beleg dafür. Zudem ist der Kader breiter geworden, was dazu führt, dass Ausfälle besser kompensiert werden: „Bisher sind wir gut damit klargekommen“, findet Schanninger
Gegen die TG Worms, die momentan auf Tabellenrang drei steht, sollen also wieder drei Punkte eingefahren werden. Das sieht auch Stürmer Neil Schroer so: „Wir wollen die Tabellenführung ausbauen“, betont der 16-Jährige selbstbewusst. Seit dem Frühjahr ist der Gymnasiast für die Herren spielberechtigt. Am Anfang sei es schwierig gewesen. Er habe sich erst an die körperlichere und härtere Spielweise gewöhnen müssen, erzählt er. Es sei alles etwas schroffer bei den Herren. Außerdem sei der Druck höher. „Aber das sind alles nette Jungs“, erzählt er, dass das Team ihn gut aufgenommen habe.
Vielleicht können die U18-Spieler auch den Schwung vom Montag mitnehmen. Schroer erzählt, dass er zunächst Sorgen hatte, dass es ein enges Spiel werden könnte, da sich die Mannschaft im ersten Viertel noch mühte. „Aber dann haben wir ja doch ein paar Tore gemacht“, untertreibt er ein bisschen. Sein Team sei in den vergangenen Jahren in dieser Alterszusammenstellung immer das beste Team im Bereich Rheinland-Pfalz/Saarland gewesen, berichtet er. Mit diesem Selbstbewusstsein kann der schnelle Stürmer sicher auch gegen Worms für Torerfolge sorgen.
Alter Bekannter coacht die TG
Die Wormser haben mit Robert Willig in dieser Saison einen neuen Trainer bekommen. Der ist in Bad Dürkheim ein alter Bekannter. Er war Coach, als der DHC 2006 den Europa-Cup in der Halle gewann. Die TG Worms sei eine gute Mannschaft, sagt Schanninger. „Aber wir haben den Anspruch, gegen sie zu gewinnen, egal in welcher Konstellation“, gibt sich der DHC-Trainer selbstbewusst. Auf eigenem Platz sei die TG allerdings unangenehmer als auswärts.
Vier Punkte aus drei Spielen hat Worms derzeit auf dem Konto. Gleich im ersten Spiel bei SaFo Frankfurt starteten sie ersatzgeschwächt und mit einem Feldspieler im Tor mit einem 2:1-Sieg. Zu Hause gegen Eintracht Frankfurt gab es ein 2:2, auch hier fehlten der TGW wichtige Stammspieler. Vielleicht mit ein Grund, dass sechs Ecken in dem Spiel nicht verwertet wurden. Bei der 0:4-Niederlage am vergangenen Wochenende bei TEC Darmstadt gab es für die Drachenstädter dann nicht viel zu holen.