DÜRKHEIM / FREINSHEIM / WACHENHEIM RHEINPFALZ Plus Artikel Zur Sache: Wie groß ist die Nachfrage nach Notbetreuung in der Region

Außenbereich des Kindergartens an der Isenach.
Außenbereich des Kindergartens an der Isenach.

Seit Ostern wurden einige Corona-Maßnahmen gelockert: Der Einzelhandel darf größtenteils wieder öffnen, nach und nach kehren die Schüler in die Klassenräume zurück. Reichen die Notbetreuungs-Plätze da noch aus?

Laut Stadt-Pressesprecherin Petra Wurm ist die Nachfrage jede Woche unterschiedlich. Seit dem 20. April sei sie allerdings gestiegen: In dieser Woche seien in Bad Dürkheim insgesamt 114 Kinder in den Notgruppen betreut worden. „Bei der Entscheidung, ob eine Notbetreuung möglich ist, wird nicht mehr ganz so streng auf die ursprünglich genannten Berufsgruppen geschaut“, erklärt Wurm. Jeder Einzelfall werde aber von den Kita-Leitungen geprüft. Die Eltern müssten begründen, warum sie eine Betreuung benötigten. Inzwischen gebe es 19 Notgruppen in Bad Dürkheim. Da pro Gruppe maximal zehn Kinder betreut werden dürfen, gibt es Platz für 190 Kinder.

Auch in Freinsheim ist die Nachfrage nach Notbetreuungs-Plätzen seit Ostern gestiegen: Vor den Ferien habe es etwa 30 Anfragen pro Tag gegeben, erklärt Jörg Heidemann, Pressesprecher der Verbandsgemeinde. Inzwischen habe sich diese Zahl verdoppelt auf 60 bis 70 Anfragen pro Tag. Da bei einigen nicht alle Voraussetzungen gegeben sind, werden laut Heidemann jeweils etwa zwei Drittel bewilligt. Erfahrungsgemäß nehme aber nur etwa ein Drittel der Antragssteller den Platz auch wirklich in Anspruch. „Offensichtlich gelingt es den Eltern, die Betreuung anderweitig sicherzustellen“, so Heidemann. Etwa 20 Kinder werden also momentan in den Freinsheimer Notgruppen betreut. Er gehe aber davon aus, dass die Nachfrage im Mai noch einmal steigen wird. Durch die Beschränkung der Gruppengrößen auf maximal zehn Kinder, seien die Möglichkeiten allerdings limitiert, sagt Heidemann. „Noch sind wir unter der Maximalzahl. Aber wir werden das kritisch beobachten.“

In Wachenheim benötigen nur wenige Eltern eine Notbetreuung: „Die Nachfrage schwankt von Tag zu Tag. Im Moment sind es in der Stadt Wachenheim und in Gönnheim etwa zwei bis vier Kinder pro Tag“, erklärt Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Die meisten nutzten das Angebot nur, wenn es wirklich nicht anders gehe. „Hier wohnen viele Menschen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten. Die meisten davon versuchen, die Betreuung privat zu organisieren“, so Bechtel. Auch er gehe davon aus, dass es ab Mai mehr wird. Ein paar Kinder mehr seien momentan aber noch kein Problem.

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