Bad Dürkheim Zur Sache: Hohnsteiner Handpuppen

Als Anhänger der Wandervogelbewegung, einer bürgerlichen Jugendbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, entwickelte Max Jacob (geboren 1888 in Bad Ems) den Hohnsteiner Kasper. Dieser war ein Gegenentwurf zum damals weit verbreiteten Jahrmarktkasper. Der war ein eher rauer Zeitgenosse, unflätig im Benehmen, eher besoffen als nüchtern anzutreffen und dem anderen Geschlecht zumindest verbal sehr zugetan. Max Jacobs Kasper dagegen sollte die Ideale der Wandervögel berücksichtigen. Der Kasper durfte seine Probleme fortan mit Kopf und Geist durch überzeugende Ideen und Gespräche lösen. Das führte zum Beinamen „Pädagogischer Kasper“. (ast)
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