Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Wurstmarkt-Halbzeit: Was sagen Beschicker und Zäpfler? (Bildergalerie)

Viel Lob gab es für das Feuerwerk am Dienstagabend.
Viel Lob gab es für das Feuerwerk am Dienstagabend.

Fünf Wurstmarkttage sind vorbei. Zeit für eine Zwischenbilanz. Wir haben bei Schubkärchlern, im Weindorf, beim Roten Kreuz und im Festzelt nachgehakt: Wie war’s?

Tilo Mundorf betreibt mit seiner Frau Melanie und Team in diesem Jahr erstmals den Schubkarchstand 21. Er zieht eine durchwachsene Bilanz: „Als der Regen am Freitag- und Samstagabend anfing, waren vor allem die auswärtigen Gäste recht schnell weg.“ Zugesperrt wurde trotzdem erst zwischen 3.30 Uhr und 4 Uhr. Getrunken werde vor allem Riesling- und Weißherbstschorle. Während früher mehr Traubensaftschorle verlangt wurde, griffen Gäste eher mal zur alkoholfreien Sauvignon Blanc-Schorle. Die Stimmung im Team sei klasse: „Entweder man hat Spaß daran oder nicht, und den haben wir definitiv.“ Jetzt hofft er auf einen sommerlich warmen Nachmarkt ohne Regengüsse und mit noch mehr Besuchern.

Zugprobleme wirken sich aus

„Zufriedenstellend“ lautet die Vormarktbilanz der Festwirtin des Hamel-Zelts, Ilona Böhm. „Es läuft, wir haben gute Musik, die Leute haben Spaß“, meint Böhm, die aber weiterhin dem Musikfeuerwerk nachtrauert. „Da war es am Dienstagabend voller“, ist die Festwirtin überzeugt. „Wir hatten schon stärkere Dienstage“, sagt auch Marcus Brill, Chef des Organisationsteams bei der Stadtverwaltung, mit Blick auf dieses Jahr. Die Besucher seien gezielt fürs Feuerwerk gekommen und dann auch schnell wieder gegangen. Insgesamt sei man aber zufrieden mit dem Wurstmarkt bislang: „Es ist ein normaler Wurstmarkt – im positiven Sinne.“

Hoch hinaus mit Wellenflug und Infinity.
Hoch hinaus mit Wellenflug und Infinity.
Schlange stehen am Geldautomaten vor dem Fass am Samstagabend.
Schlange stehen am Geldautomaten vor dem Fass am Samstagabend.
Gut gefüllter Festplatz am Samstagabend.
Gut gefüllter Festplatz am Samstagabend.
Das Schauspiel zur Eröffnung entführte zu den Anfängen des Wurstmarkts.
Das Schauspiel zur Eröffnung entführte zu den Anfängen des Wurstmarkts.
Diesen abendlichen Blick aufs Festgelände hat RHEINPFALZ-Leser Volker Fleckser mit seiner Kamera festgehalten.
Diesen abendlichen Blick aufs Festgelände hat RHEINPFALZ-Leser Volker Fleckser mit seiner Kamera festgehalten.
Feierfreude in den Schubkärchlern.
Feierfreude in den Schubkärchlern.

Foto 1 von 6

Böhm und Zäpfler Mundorf vermuten, dass sich auch die Probleme mit dem Zugverkehr negativ auswirken. „Die meisten Besucher fahren mit dem Auto und trinken deshalb weniger“, so Böhms Beobachtung. Gerade Besucher aus dem Raum Grünstadt und Neustadt seien eher unterrepräsentiert, sagt Mundorf. Alles in allem seien die Voraussetzungen aber gut, um beim Nachmarkt noch einmal durchzustarten, findet Böhm. „Der Nachmarkt ist statistisch meist stärker als der Vormarkt“, weiß die Festwirtin.

„Es ist Wein-Genuss-Wetter“

„Ich habe nur positive Rückmeldungen bekommen. Sowohl was die Besucherzahlen als auch den Umsatz betrifft“, sagt Peter Döngi, Weindorf-Sprecher zum Verlauf der ersten Wurstmarkthälfte. Das Wetter sei auch in Ordnung gewesen. „Es war nicht nur reines Schorlewetter, sondern auch Wein-Genuss-Wetter“, gewinnt er den kühleren Temperaturen viel Positives ab. Die herbstlichen Tage seien dem späteren Wurstmarkt-Start geschuldet. „Die Leute haben sich aber darauf eingestellt und sich entsprechend angezogen.“

Nur 20 Besucher schauten zu tief ins Glas

Knapp 100 Ehrenamtliche waren am Wochenende für die Gesundheit der Menschen auf dem Wurstmarktplatz im Einsatz. Astrid Schaupp, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Bad Dürkheim, berichtet, dass die Helfer von Freitag bis Dienstag 460 Menschen versorgt haben. Sie verteilten Pflaster für Blasengeplagte und versorgten Menschen mit Kreislaufproblemen. „Es war nichts dabei, was wir noch nicht hatten“, sagt Schaupp. Positiv sei, dass die Ausnüchterungszahlen zurückgehen. Etwa 20 Menschen haben nach ihren Angaben am Wochenende so tief ins Glas geschaut, dass sie die Hilfe des DRK gebraucht haben. Das sei nicht zu vergleichen mit den Jahren zuvor, in denen die Zahlen auch mal dreistellig waren. „Entweder werden die Menschen vernünftiger, oder sie wissen besser, wann sie aufhören müssen“, so Schaupp.

x