Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Wo der Eichelhäher seine Vorräte sucht

In vergänglicher weißer Pracht zeigt sich der Wald nahe der Wachenheimer Rotsteig.
In vergänglicher weißer Pracht zeigt sich der Wald nahe der Wachenheimer Rotsteig.

Von der Wachenheimer Rotsteig ist der Zimmerberg gut zu erreichen. Bei einem eineinhalbstündigen Spaziergang kann man den ausgedehnten Bergrücken bequem umrunden.

Los geht es am Rotsteig-Parkplatz. Von hier führt ein dreifach markierter Weg mit den Zeichen weißer Punkt, rotes Dreieck und rotweißer Balken in südwestliche Richtung. Eine große Eiche weist auf ihn hin. Unübersehbar steht sie im südwestlichen Bereich des Parkplatzes, eigenwillig vom Wind geformt und doch fest verwurzelt.

Nach fünf Gehminuten zweigt der markierte Weg nach rechts ab, doch man bleibt auf der breiteren, ebenen Strecke. Durch viele Kiefernstämme sind die gegenüber liegenden Waldhänge über dem Tal zu sehen. Nach einer langen Biegung folgt man einem nach links abzweigenden Weg, der durch den Nadelwald ansteigt. Bald ist der weiter oben verlaufende Forstweg erreicht, auf dem es nach rechts weitergeht.

Eichelhäher stößt schrille Warnung aus

Die Bäume setzen sich hier vielfältig zusammen. Neben Eichen und Birken kommt man an hoch gewachsenen Douglasien und Fichten vorbei. Manchmal schallt durch den winterlich stillen Wald ein lauter, rätschender Ruf: Ein Eichelhäher stößt seine schrille Warnung aus.

Der schön gezeichnete Vogel ist dafür bekannt, dass er Vorräte für Notzeiten sammelt. Eicheln und Bucheckern versteckt er in altem Falllaub, in Wurzelspalten und Löchern. Während der kalten Monate heißt es für ihn, sie wieder zu finden – auch unter Schnee, der jetzt seine zahlreichen Verstecke zudeckt.

Für den Spaziergänger geht es dann noch etwas höher hinauf: Nach einigen Wegbiegungen zweigt links ein Fußweg ab. Markiert ist er mit dem blaugelben Balken. Über viele Wurzeln und einen kreuzenden Weg steigt man auf dieser sehr sehenswerten Strecke. Hier am Hang sind einige Laubbäume auffallend bizarr gewachsen.

Schöne Buchen und Eichen

Oben angekommen, ist eine fünfteilige Wegkreuzung erreicht und man folgt noch ein kurzes Stück dem Wegweiser mit der Aufschrift zum „Weißen Stich“. An diesem Abschnitt stehen ebenfalls schöne Buchen und Eichen. Sie sind hoch gewachsen und besonders nach Schneefall eindrucksvoll anzusehen.

Vor lauter Schauen sollte der Spaziergänger aber nicht den Fußweg verpassen, der 300 Meter nach der Wegkreuzung nach links abbiegt. Denn dies ist die Strecke, die wieder die Markierung des rotweißen Balkens trägt und damit zum Ausgangspunkt zurückführt.

x