EM-Tippspiel RHEINPFALZ Plus Artikel Wenn es an Signalwirkung mangelt

Die Hülle der Allianz Arena leuchtet anlässlich eines Christopher Street Days in Regenbogenfarben
Die Hülle der Allianz Arena leuchtet anlässlich eines Christopher Street Days in Regenbogenfarben

Geplant war es als Signal der Toleranz und Vielfalt. Doch die Uefa hat es verboten. Die Stadt München hatte geplant, die Allianz-Arena anlässlich des Spiels der Deutschen gegen die Ungarn in den Regenbogenfarben zu beleuchten. Also zu zeigen, dass dem Fußball und der Stadt die Gleichstellung aller Menschen wichtig ist. Hintergrund der Idee war auch, ein Signal in Richtung ungarische Regierung zu senden. Dort hat es ein neues homophobes Gesetz gegeben. Die Uefa sagt nun, sie wolle neutral bleiben. An der Entscheidung wird viel Kritik geübt.

Keiner tippt Ergebnis von 1954

Eine Beobachtung hinsichtlich Farben und fehlender Signalwirkung hat auch Catrin Petry vom Team Dachrutscher gemacht (siehe „RHEINPFALZ-EM-Tipper). Sie vermisst ein Phänomen, dass bei vergangenen Turnieren zur schönen Tradition geworden ist, sich in diesem Jahr aber nicht durchsetzen will: „Ich war heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit die Einzige mit Deutschland-Fähnchen am Auto.“

Aber es ist ja noch Zeit, Farbe ins Leben und in den Fußball zu bringen. Wer sich mit Deutschland-Fahne oder sogar mit dem Regenbogen schmücken will, kann den heutigen Tag zum Dekorieren nutzen.

Zurück zum Sportlichen. Die bislang spannendste Partie zwischen Deutschland und Ungarn fand bekanntermaßen im Jahr 1954 statt. Damals sicherte sich die deutsche Mannschaft um Kapitän Fritz Walter die Weltmeisterschaft. 3:2 – wie damals – hat heute niemand getippt. Das Ergebnis wäre aber sicher für alle okay.

Und was sagt eigentlich die Hamburger Elefantendame mit der hundertprozentigen Trefferquote? Unentschieden. Das könnte übrigens zum Weiterkommen reichen ...

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