Verkehr beruhigen, Ortsmitte neugestalten, effizient wirtschaften: CDU, SPD, BfW und Grüne erklären, wie sie Weisenheim am Berg zum Wohlfühlort machen wollen.
Einen verkehrsberuhigten und lebenswerten Ortskern für alle Bürger schaffen: Dafür will sich die CDU im Weisenheimer Ortsgemeinderat einsetzen. Dazu gehöre das Verlagern des Busverkehrs mit barrierefreien Bushaltestellen und das Neugestalten der Hauptstraße analog zur Leistadter Straße. Außerdem sollten die Neumayerstraße und die Straße Zum Sportplatz samt Bürgersteigen saniert und so umgestaltet werden, dass ein sicherer Schulweg entsteht. Als lebendige Begegnungsstätte für alle Generationen in der Dorfmitte möchten die Christdemokraten das Bürgerhaus unter anderem durch einen barrierefreien Zugang reaktivieren. Zudem solle der Parkplatz Nord in naher Zukunft fertig werden, damit sich die Parkplatzsituation in der Ortsmitte entspannt. „Insgesamt wollen wir durch diese wichtigen Infrastrukturprojekte den dörflichen Charakter unseres Ortskerns für alle Weisenheimer sichern und ausbauen“, fasst Spitzenkandidat Harald Dauns die geplanten Aktivitäten für die nächste Legislaturperiode zusammen.
„Weisenheim für alle Lebensphasen“ ist eines der Hauptthemen im Wahlprogramm der SPD. „Neben dem Fördern nachhaltiger Lebensweisen, dem Unterstützen zukunftsorientierter Energiekonzepte und den ständig präsenten Themen rund um den Verkehr wollen wir Netzwerke für das Wohnen im Alter und für die Bedürfnisse junger Familien schaffen“, erläutert Spitzenkandidatin Sabine Zimmermann. Dabei gelte es, einerseits Wohnformen für ältere Weisenheimer zu fördern und dabei den Faden wieder aufzunehmen. Andererseits müsse für die Jüngeren der gemeindeeigene Kindergarten maßgeschneidert auf die örtlichen und die sich ständig ändernden Bedürfnisse angepasst werden. Das treffe auch für die Grund- und Realschule zu, deren besonders aktive Fördervereine unterstützt werden sollen. „Eben ein Dorf von altersgerecht bis enkeltauglich“, sagt Zimmermann, die auch für das Ortsbürgermeisteramt kandidiert.
Attraktive Kommune als Ziel
Die Bürger für Weisenheim (BfW) und ihr Ortsbürgermeister-Kandidat Edmund Müller möchten den Fokus auf das Sanieren der Verkehrsinfrastruktur, die Barrierefreiheit in öffentlichen Einrichtungen und deren „teilweise kosmetische Ertüchtigung“ richten. Die Kommune solle für Kinder und Jugendliche sowie ihre Eltern attraktiv bleiben oder werden. Senioren sollten sich wohlfühlen und einen angenehmen, selbstbestimmten Lebensabend in Weisenheim am Berg verbringen können. Außerdem wollen die BfW-Bewerber sanften Tourismus sowie Gastronomie und Weinbau als „erfolgreiche Standbeine der Weisenheimer Wirtschaft“ weiter unterstützen. Der Erhalt liebgewonnener Traditionen wie etwa das Partnerschafts-, Wein- und Heimatfest, das Stutzenfest oder die Weinbergwanderung sei ebenfalls ein dringendes Anliegen. Darüber hinaus möchten sie ein offenes Ohr für die Ideen, Wünsche und Sorgen der Bürger haben und Herausforderungen mit allen Parteien, Vereinen, Organisationen, Weinbaubetrieben und Gewerbetreibenden lösen.
Für die Grünen liege der zentrale Fokus in der Kommunalpolitik darauf, „dass diejenigen Mittel, die uns als freie Finanzspitze bleiben, optimal und für alle gerecht eingesetzt werden“, so Spitzenkandidatin Elisabeth Blüthner. Den Spielraum, die Haushaltslage zu verbessern, sehen sie darin, kommunale Liegenschaften möglichst kostenneutral zu betreiben. Durch die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kita würden bereits Kosten eingespart. „Großes Potenzial sehen wir in der energetischen Sanierung des Bürgerhauses. In diesem Zuge möchten wir auch dieses zentrale Gebäude neu denken“, sagt Blüthner. Als Treffpunkt sei es etwas in Vergessenheit geraten. Eine zeitgemäße Nutzung für alle Altersgruppen sei daher von zentraler Bedeutung. Daneben möchten sich die Grünen dafür einsetzen, dass die anfallenden Kosten durch maximales Ausschöpfen von Fördermitteln minimiert werden. „Gleichzeitig sehen wir auch nur an solchen Liegenschaften Handlungsbedarf, wo es nicht nur einen ökologischen, sondern auch einen ökonomischen Vorteil bringt.“