Wachenheim
Weinfest: Beschicker ziehen Bilanz
Dass das Burg- und Weinfest im Juni nicht wie gewohnt über die Bühne gehen konnte, lag an der Baustelle an der B271. „Wir waren alle sehr traurig, als das Fest nicht stattfinden konnte, und es war der Wunsch vieler Wachenheimer, die Veranstaltung nachzuholen“, sagte Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Für die kürzlich inthronisierte Wachenheimer Weinprinzessin Jessica war die Eröffnung des Fests am Freitag gar eine Premiere. Tourismus-Chef Matthias Kunkel war trotz aller Widrigkeiten – vor allem das Wetter zeigte sich durchwachsen – mit dem Fest zufrieden. „Unser Sicherheitskonzept hat bestens funktioniert und ich habe auch zahlreiche Gäste von außerhalb kommen sehen.“ In der Stadt konnten die Besucher Speis und Trank und überwiegend Musik, die von DJs an den Mischpulten produziert wurde, genießen. Wer es sich oben auf der Wachtenburg gemütlich gemacht hatte, konnte dagegen den Klängen „handgemachter Musik“ lauschen. „Das Weinfest war okay, und wir sind trotz der bescheidenen Wetterverhältnisse sehr zufrieden“, berichtet Thorsten Weiß von der Weinmanufaktur „Pfalzweiße“. „Das Wetter war nicht optimal, aber wir haben dafür gesorgt, dass die Leute bei uns im Trockenen waren und waren insgesamt nicht unzufrieden“, sagt Markus Walber von der Burgschänke Wachtenburg.
„Geld sitzt nicht mehr so locker“
Wer das Burg- und Weinfest etwas ruhiger angehen lassen wollte, konnte es sich im „Eichhaisel“ bei dem vom Kulturverein Wachenheim organisierten Kaffee- und Kuchenbuffet gemütlich machen. Wer sich dagegen mehr auf das umfangreiche Weinangebot der Wachenheimer Winzer konzentrieren wollte, war in „Svenja’s Weinstand“ bestens aufgehoben. „Ich habe schon gemerkt, dass bei den Leuten das Geld nicht mehr so locker sitzt, weil sie nicht wissen, was im Winter noch auf sie zukommen wird. Ich bin aber trotzdem recht zufrieden“, berichtet Svenja Hick, die von 2017 bis 2022 als Wachenheimer Weinprinzessin im Amt war.
Winzer Peter Stapf, der sowohl auf dem Marktplatz als auch auf dem Rathausplatz mit einem Stand vertreten war, spricht von „guten Vorsätzen“ seitens der Organisatoren. Jedoch hätten das schlechte Wetter und fünf Veranstaltungen in der unmittelbaren Umgebung dazu geführt, dass das Fest für ihn wirtschaftlich nicht sonderlich erfolgreich war. „Allerdings war die Veranstaltung eine Image-Angelegenheit und hat deutlich gemacht, dass das Wachenheimer Weinfest nicht gestorben ist“, sagt Stapf, der wie die meisten seiner Kollegen darauf hofft, das Fest wieder am zweiten und dritten Juniwochenende 2023 ausrichten zu können.