Bad Dürkheim
Weihnachtsumtrunk bei „Michlers“: Fest mit „großer Familie“
Für viele Dürkheimer und Gäste ist es schon zur Tradition geworden, sich am Vormittag des Heiligen Abends auf dem Römerplatz zu treffen, um auf die bevorstehenden Festtage anzustoßen – schon seit 22 Jahren.
„Ich freue mich, dass wieder so viele Leute auf den Platz gekommen sind, um die Feiertage einzuläuten. Als ich heute im Regen aufgebaut habe, hatte ich zwar einige Bedenken, aber um 10 Uhr hat der Regen aufgehört und Petrus hatte ein Einsehen“, berichtet Steffen Michler vom „Haus der guten Weine“. Die Entwicklung der Besucherzahl habe ihn auch in diesem Jahr wieder beeindruckt. Er erinnere sich noch gut an die Anfänge, als „gerade mal um die 20 Personen da waren“. Einer der Stammgäste ist Björn Krüger aus Bad Dürkheim. „Mit dem Weihnachtsumtrunk hier werden definitiv die Feiertage eingeläutet. Es gehört einfach dazu, dass man mit ein paar Freunden das eine und andere Gläschen Sekt trinkt“, berichtet der Dürkheimer. Nach einem kleinen Nickerchen wolle er später zu seiner Schwester nach Stuttgart fahren, um dort mit der Familie bei Rehrücken, Knödeln und Rotkraut zu feiern.
Peter Blauth ist mit Ehefrau Diana aus Kaiserslautern angereist. „Bei uns in Lautre ist heute absolut nichts los, da kommen wir gern zu euch nach Bad Dürkheim, um ein paar Freunde zu treffen“, erzählt Blauth, der für den Abend schon ein paar Antipasti im Kühlschrank bereitgestellt hat.
Für Christian Handrich, der vor Kurzem nach Dürkheim gezogen ist und sich als „Neubürger“ bezeichnet, ist der 24. Dezember nach wie vor der schönste Tag im Jahr, weil man auf dem Römerplatz „so viele bekannte Gesichter treffen kann“, berichtet der ehemalige Chef des Dürkheimer Kulturbüros. Auch die designierte Bürgermeisterin der Kurstadt, Natalie Bauernschmitt (CDU), kann sich im nächsten Jahr als Neubürgerin bezeichnen: „Das ist hier eine schöne Einstimmung auf Weihnachten und ich bin überrascht, dass so viele Menschen gekommen sind“, erzählt die neue Bürgermeisterin, für die es später zur Familie in die Südpfalz zum Weihnachtsüberraschungs-Menü gehen wird.
Michlers feiern in Ramstein
Die Dürkheimer Weinprinzessin Denise war mit „Kollegin“ Lea, die zurzeit als Deutsche Weinprinzessin unterwegs ist, auch mit von der Partie. „Ich treffe hier nicht nur die Familie und meine Freunde, sondern irgendwie auch jeden, der hier wohnt“, erzählt Denise, die sich schon auf das Weihnachtsessen im Kreise der Familie freut. Und die Deutsche Weinprinzessin berichtet: „Weihnachten startet hier mit der großen Familie und endet dann daheim mit der kleinen Familie, wenn Papa und ich den Kochlöffel schwingen werden.“
Für Lothar Goetsch aus Weisenheim am Berg gibt es „kein Weihnachten ohne den Michler-Umtrunk“. Mit einer guten Stimmung wolle er dann daheim für die ganze Familie den Weihnachtsbraten mit Schupfnudeln und Wirsinggemüse als Beilagen zubereiten.
Der Dürkheimer Matthias Dörrlamm kann sich auch noch gut an die Anfänge des beliebten Weihnachtsumtrunks erinnern und ist tief beeindruckt, wie sich die Veranstaltung entwickelt hat. Für Steffen Michler ging es nach einem anstrengenden und erfolgreichen Tag nach Ramstein in die Heimat seiner Frau Tine.
