Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel Was Vereine zu Plänen für Medenrunde sagen

Ob und wann die Tennisrunde beginnt, ist unklar. Aktuell läuft eine Umfrage des Tennisverbands Pfalz, was sich die Vereine vorst
Ob und wann die Tennisrunde beginnt, ist unklar. Aktuell läuft eine Umfrage des Tennisverbands Pfalz, was sich die Vereine vorstellen können.

Startet bald die Medenrunde für die Tennisclubs der Region? Beginnt die Saison verspätet oder am Ende wegen der Pandemie gar nicht? Wird mit einer modifizierten Austragung des Mannschaftswettkampfs zu rechnen sein? Vereinsvertreter hoffen auf baldige Entscheidungen und rechnen teils mit dem verspäteten Beginn.

Eine Umfrage des Tennisverband Pfalz soll zur Meinungsbildung beitragen. Die Mai-Spieltermine wurden als erste Maßnahme des Sportbeirats des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz in allen Altersklassen in der Verbands- und Oberliga in den September verschoben. Selbiges entschied der Tennisverband Pfalz auch für seine Spielklassen. Keine Veränderungen gibt es vorerst bei den Spielterminen im Juni und Juli.

„Wir würden gerne so wie im Vorjahr spielen. Eine Art Spaßrunde oder eine ganz normale Runde“, sagt Rüdiger Göbel, Vorsitzender des TC Wachenheim. Ähnlich sieht es auch Andreas Reinecke, Sportwart des TC Ellerstadt. „Eine Komplettabsage oder das nur Einzel gespielt werden, ist etwas witzlos“, meint der Ellerstadter. „Vielleicht wird es so laufen wie im vergangenen Jahr. Dann könnten wir im Juni starten“, zeigt sich der stellvertretende Vorsitzende des TC SW Bad Dürkheim, Roland Jung, durchaus optimistisch.

Abgemilderte Abstiegsregelung

Spätestens bis Montag, 10. Mai, sollen weitere Schritte beschlossen werden, das bestätigt der Geschäftsführer des Tennisverbands Pfalz, Thomas Knieriemen. Bereits fest steht, dass es eine abgemilderte Abstiegsregelung geben wird. Mannschaften, die von der Medenrunde 2021 abmelden, werden abweichend von der Wettkampfordnung in der nächsten Runde nicht in der untersten, sondern nur eine Spielklasse tiefer eingestuft.

Doch Knieriemen erwartet weitere Maßnahmen. „Wir haben eine Umfrage an die Vereine gerichtet“, erklärt der Geschäftsführer. Die Klubs sollen einen Beitrag zur Meinungsbildung abgeben, wie die Runde in diesem Jahr durchgeführt werden kann.

„Wollen einheitliche Lösung“

Fünf Varianten stellt Knieriemen vor. Neben einem „ganz normalen Ablauf“ gibt es die Möglichkeit, eine Übergangsrunde zu spielen wie bereits im Vorjahr, also ohne Auf- und Abstieg. Hinzu kommt eine Variante, bei der nur Einzel-, aber keine Doppelspiele ausgetragen werden. Das ist entweder mit oder ohne Auf- und Abstieg denkbar. Der lette Vorschlag: die Spielrunde komplett absagen.

„Es handelt sich hier nicht um eine Abstimmung. Wir wollen möglichst eine einheitliche Lösung, um zu vermeiden, dass wir in der Ober- und Verbandsliga anders spielen als von der Pfalzliga bis zur C-Klasse“, sagt Knieriemen. Jedoch wolle sich der pfälzische Verband nach den Worten von Knieriemen „nicht mit Gewalt verbiegen“, um eine einheitliche Regelung mit den Rheinländern zu schaffen.

Runde im November fertig spielen?

Der Verband favorisiert die Durchführung einer gängigen Spielrunde ohne die Aussetzung von Auf- und Abstieg oder das Absetzen der Doppelspiele. „Wir hoffen schon, dass wir bald Doppel spielen können. Es ist fast überall möglich“, sagt Knieriemen. Nur in Koblenz sei es im Verbandsgebiet derzeit nicht erlaubt. Wo allerdings der auf 100.000 Einwohner berechnete Sieben-Tage-Inzidenzwert auf über 200 steigt, ist kein Wettkampf mehr möglich. „Aber das entscheiden grundsätzlich die Ordnungsämter“, erklärt der Geschäftsführer, der selbst positiv gestimmt ist, dass die Runde wie gewünscht durchgeführt werden kann.

„Es ist in meinen Augen eine theoretische Umfrage. Den Optimismus teile ich nicht. Doppel sind zur Zeit nunmal nicht erlaubt. Ich lasse mich aber gerne positiv überraschen wenn es dann doch geht“, sagt der Ellerstadter Sportwart Andreas Reinecke. Er kann sich vorstellen, die Spielrunde bei guten Witterungsverhältnissen noch im November fertig zu spielen. „Zur Zeit müsste man die Verordnungen ändern, damit wir überhaupt Doppel spielen können“, erklärt der Dürkeimer Ronald Jung.

Sicher sei der Geschäftsführer jedoch auch, dass sich die Akteure der Teams auf besondere Hygienevorschriften einstellen müssten. „Es geht alles, man muss sich nur anpassen. Wir hatten in den vergangenen Wochen Turniere mit bis zu 300 Spielern. Das geht schon. Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass wir Tennisspieler besonders privilegiert sind“, erklärt Knieriemen, der berichtet, dass in Kürze entschieden wird ob die Pfalzmeisterschaften stattfinden.

Schwierig: Spielbetrieb ohne Gastro, WC und Dusche

„Es muss nach meiner Meinung Mitte Mai eine Entscheidung geben. Solange sich niemand versammeln darf, wird es schwer“, sagt Ronald Jung. Denn auf der Anlage des TC SW Bad Dürkheim laufen in der Medenrunde bis zu vier Mannschaftsspiele gleichzeitig. „Dann kommen 50 bis 80 Personen zusammen. Das geht zur Zeit nicht.“ Zudem sehe er es ohnehin als schwierig an, dass Toiletten, Duschen und auch die Gaststätten unter den derzeitigen Voraussetzungen nicht geöffnet werden können. „Nur spielen und verabschieden, das ist auch für manche Teams einfach nichts“, fügt Jung an.

Mehr als Training soll es beim TC Wachenheim schon sein. Allerdings kann sich Rüdiger Göbel „einen Doppelverzicht eher nicht vorstellen. Das Doppel gehört einfach dazu“. Der TCW-Vorstand weist damit auch auf den Mannschaftscharakter der Sportart mit dem gelben Filzball hin.

Eine gute Möglichkeit die Runde etwas „lockerer“ zu gestalten, sieht Ellerstadts Andreas Reinecke in Form von Corona-Selbsttests. Er würde befürworten, dass sich jeder Akteur vor einer Partie auf das Virus testet.„Die Tests kosten nur ein paar Euro. Bei uns im Verein würde ich kein Problem sehen, dass würde wohl jeder machen. Die Frage ist nur: Würde sich die Mehrzahl der Spieler testen lassen?“, überlegt Reinecke.

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