Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Was das Wahlergebnis über die Bundestagswahl sagt

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Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wurde in Berlin gespannt verfolgt. Doch wie bewerten die Bundestagsabgeordneten Isabel Mackensen (SPD) und Johannes Steiniger (CDU) den Ausgang?

„Dass Markus Wolf das Direktmandat geholt hat, ist eine absolute Sensation“, sagt Steiniger. Das Landesergebnis sei dagegen katastrophal und auch nicht allein mit der Maskenaffäre zu erklären. Fehler beim Umgang mit der Coronakrise auf Bundesebene würden vor allem der CDU angekreidet, glaubt Steiniger. Das habe sich massiv im Wahlergebnis niedergeschlagen. „Die SPD lässt nichts unversucht, die Schuld auf uns abzuwälzen“, kritisiert Steiniger den Koalitionspartner. Die Union dürfe das nicht länger zulassen.

Allerdings hätten die Sozialdemokraten in Rheinland-Pfalz mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer auch eine „ganz starke Kandidatin“ und einen handwerklich sehr guten Wahlkampf geführt. Für die Union sei die Niederlage ein „wichtiger Warnschuss“. Dass die CDU nach der Bundestagswahl den Kanzler stelle, sei keine ausgemachte Sache. „Wir müssen schnell klarziehen, wer unser Kanzlerkandidat werden soll“, fordert der Dürkheimer.

Der Erfolg auf Landesebene sei auf eine „tolle Ministerpräsidentin und eine großartiges Team zurückzuführen“, sagt die SPD-Abgeordnete Isabel Mackensen. Der SPD im Land sei es gelungen, ihr Team zu verjüngen. Das Pandemiemanagement der Ampelkoalition sei von den Bürgern offenbar ebenso positiv bewertet worden wie die Kompetenz in Wirtschaftsfragen. Dass das Direktmandat in Wahlkreis 42 verloren ging, führt sie auch auf die geringe Wahlkampferfahrung von Christoph Spies zurück. Eine genaue Analyse stehe noch aus. „Aber Christoph Spies ist im Landtag. Und am Ende zählt die Mehrheit“, sagt die Niederkirchenerin. Die SPD könne den Schwung in den Bundestagswahlkampf mitnehmen. Die Union habe dagegen auf Bundesebene noch Hausaufgaben zu machen.

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