Wachenheim Warum sich eine Gruppe Wachenheimer Jugendlicher in der Natur trifft

Elektronische Geräte sind bei den Waldstreifzügen tabu.
Elektronische Geräte sind bei den Waldstreifzügen tabu.

Nach dem Motto „Weg vom Handy, Tablet und der Konsole – raus in den Wald“ treffen sich seit dem vergangenen Sommer ein paar Wachenheimer Jugendliche, um einen Teil ihrer Freizeit draußen in der Natur zu verbringen. Die RHEINPFALZ hat sie begleitet.

Der harte Kern besteht aus acht Jungen im Alter von 11 bis 13 Jahren, die ihre wöchentlichen Streifzüge in den Wäldern rund um Wachenheim jeden Samstag und teilweise auch sonntags gegen 12 Uhr beginnen. Treffpunkt ist immer die Sitzgruppe im Poppental kurz hinter dem Schützenhaus. Dort stellen sie die Fahrräder ab und die nächsten vier bis fünf Stunden geht es zu Fuß weiter.

Bei der Tour mit der Zeitung ist ein Waldstück zwischen Hexenstein und dem Breuninger Fels das Ziel. Dort bauen die Freunde ein Holzgestell, das später mithilfe einer Plane als Unterstand genutzt werden soll.

„Es ist voll schön, dass man hier mit seinen Freunden einfach was ausprobieren kann und nicht immer nur virtuell unterwegs ist“, sagt Robin Zott, der wie die anderen einen Rucksack mit der nötigen Verpflegung und ein paar nützlichen Utensilien, die man im Wald gut gebrauchen kann, dabei hatte.

Fertignudeln mit heißem Wasser

„Fertignudeln und Ähnliches haben wir auch dabei“, ergänzt ein Junge, der gerade damit beschäftigt ist, mit einem kleinen Spaten ein Loch in den Waldboden zu graben, um dort später einen Stützpfeiler für den Unterstand zu befestigen. „Wir machen aber kein Feuer, sondern gießen die Nudeln mit heißem Wasser aus der Thermosflasche auf“, erklärt er.

Die Jungs kennen sich seit ihrer Zeit auf der Grundschule an der Wachtenburg und sind seitdem über die WhatsApp-Gruppe „Wald“ miteinander verbunden. Neue Mitglieder sind willkommen. „Die müssen aber nett und offen sein und die gleichen Interessen wie wir haben“, betont Phillip Scherrer. Ein anderer ruft von hinten, dass ruhig etwas Ältere, die auch gut mit anpacken können, willkommen sind. Die Gruppe plant auch, eine Instagram-Seite aufzumachen, um über ihre Aktivitäten zu informieren. Wer sich den Naturfreunden anschließen möchte, um spannende Abenteuer im Freien zu erleben, weit weg von elektronischen Medien, sollte am besten samstags oder sonntags gegen 12 Uhr am Treffpunkt im Poppental vorbeischauen.

Mehr zum Thema
x