Bad Dürkheim / Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Warum hier die 2G- und dort die 3G-Regel gilt

Die Entscheidung zu 2G oder 3G ist nicht leicht.
Die Entscheidung zu 2G oder 3G ist nicht leicht.

Beim Besuch im Restaurant, Konzert oder Hockeyspiel – derzeit gibt es nur Einlass unter Einhaltung der Corona-Regeln. Aber warum gilt bei manchen 2G und bei manchen 3G? Die Entscheidung für eine Option ist oft nicht leicht. Manche werden sogar beschimpft.

Gastronom Uwe Krauß, der in Bad Dürkheim die K-Bar und das Restaurant Fronmühle betreibt, hat vor gut zwei Wochen auf die 2G-Regel umgestellt. „Die K-Bar ist relativ klein und seitdem die Terrasse geschlossen ist, hätte ich nur maximal zehn Gäste begrüßen können. Wenn ich nur Geimpfte und Genesene reinlasse, erhöht sich automatisch mein Platzangebot“, sagt Krauß, der die 2G-Regel auch in seinem Restaurant anwendet. „Mit dem Konzept werden auch die Ungeimpften, die einen negativen Test hätten vorweisen können, geschützt, denn eine Ansteckung ist für diese Leute nicht auszuschließen“, ergänzt der Gastronom. Nach der Ankündigung im Internet hatte er nicht nur Zustimmung erhalten, sondern musste auch mit einem „Shitstorm“ leben.

Im Dürkheimer Fass, das von Carsten Thüne betrieben wird, gilt die 3G-Regel. „Wir wollten niemanden ausschließen und akzeptieren einen negativen Test“, sagt Birgit Strak vom Fass, die sich dabei auf die gültige Landesverordnung beruft. Sollte sich diese ändern, werde man das umsetzen. „Wir haben aber auch festgestellt, dass nur noch wenige Gäste mit einem Schnelltest kommen, die meisten sind geimpft oder genesen.“

Es kommt auf die Veranstaltung an

Marcus Brill, Tourist-Chef aus Bad Dürkheim, erklärt, dass es auf die Veranstaltung ankomme, welche Einlassregelung angewendet wird. „Bei der Kabarett-Veranstaltung mit Thomas Schreckenberger am 19. November im Dürkheimer Haus werden wir 2G-Plus anwenden“, sagt Brill. In Rheinland-Pfalz bedeutet das, dass neben Geimpften und Genesenen eine bestimmte Anzahl Getesteter zugelassen ist, die nicht immunisiert ist. Ansonsten sei für die Stadt entscheidend, ob die Veranstaltung innen oder außen sei, wie viele Personen kämen oder wie groß der Raum sei. Brill erinnert daran, dass beim Herbst- und Bauernmarkt gute Erfahrungen mit der 2G-Regel gemacht wurden und für den geplanten Weihnachtsmarkt zunächst keine Beschränkungen gelten würden. „Der Weihnachtsmarkt ist eine Veranstaltung über vier Wochen, da müssen wir natürlich schauen, wie sich in der Zeit alles entwickeln wird“.

Eckhard Hilgemann vom Freundeskreis Wachenheimer Serenade hat bei den vergangenen Veranstaltungen die 2G-Regelung angewendet und will dieses Konzept auch im nächsten Jahr beibehalten. „Wir haben bei unserer Veranstaltung ,Streichquartette’ mit dem Grieg Quartett im Oktober mit der 2G-Regelung gute Erfahrungen gemacht, dabei bleiben wir“, berichtet der Erste Vorsitzende.

2G-Plus im Badehaisel

Felix Hamann vom Badehaiselverein kündigt für den 6. Dezember das Nikolauskonzert und für den 18. Dezember das Weihnachtskonzert im Badehaisel am Burgtalweiher in Wachenheim an. Laut Badehaisel-Pächter Klaus Mayer gilt für alle Veranstaltungen in seiner Kneipe die 2G-Plus-Regelung, die nur nach telefonischer Voranmeldung besucht werden können.

Detlef Nehrdich, Präsident des Dürkheimer HC, sagt, dass der Verein gerade dabei sei, das Konzept für die Hallenrunde aufzusetzen. „Dabei werden wir uns ganz strikt an 3G halten müssen. Da gibt es keine Wahl, wir sind dabei an die Regelung der Landesverordnung bezüglich Gastronomie und Veranstaltungen gebunden“, sagt Nehrdich. Das gelte bereits für die ersten Spiele, die an diesem Wochenende stattfinden. Von 2G wolle man Abstand nehmen, denn da sei der Ärger programmiert. „Im Restaurantbetrieb finde ich es durchaus nachvollziehbar und vernünftig, wenn nur Genesene und Geimpfte hineingelassen werden“, meint Nehrdich.

x