Bad Dürkheim Wahl-Dürkheimer sticht Lokalmatador aus
Bad Dürkheim. Hochklassig wie noch nie waren die Spiele beim fünften DTB-offenen Hallenturnier des TC Schwarz-Weiß Bad Dürkheim. Bei den Herren siegte der Wahl-Dürkheimer René Schulte vom BASF TC Ludwigshafen, bei den Damen sicherte sich Tatjana Stoll (TSG Heidelberg) den Turniersieg.
Für Titelverteidiger und Lokalmatador Tobias Gass kam das Aus bereits im ersten Spiel. Nach Freilos in Runde eins unterlag er dem aufschlagstarken Alexander Kürschner (TK Grün-Weiß Mannheim) mit 4:6, 6:2, 6:10. „Matchtiebreak ist immer etwas Glückssache und Alexander hat hier einfach seine Aufschläge perfekt getroffen“, bilanzierte Turnierleiter Nicola Studt. Der Sportwart der Schwarz-Weißen war mit dem Abschneiden seiner Spieler insgesamt zufrieden. So zog David Kardol (6:4, 6:2 gegen Robin Frühwacht, TC Birkenhain-Albstadt) zumindest in die zweite Runde ein, wo er gegen den an drei gesetzten Florian Broska (TC BW Bad Ems) mit 5:7, 3:6 unterlag. Noch erfreulicher war der Erstrundensieg von LK6-Spieler Georg Wild, der per Wildcard ins Hauptfeld gerutscht war und dort Julian Müller aus Bensheim, immerhin bundesweite Nummer 633, mit 3:6, 7:5, 10:5 niederrang, ehe er gegen den mittlerweile für den TC Lorsch spielenden Benjamin Schweizer (Nummer 313) 0:6, 4:6 unterlag. Lediglich der auch mit einer Wildcard ausgestattete Lokalmatador Yannick Scholz musste mit 3:6, 4:6 gegen Pascal Streit (TC Vaihingen-Rohr) die Segel in Runde eins streichen. Mit ein Grund dafür das enorm starke Teilnehmerfeld, war Studt überzeugt. „Nach der Umstellung des Punktesystems durch den DTB geht es nur noch um die Einstufung des Turniers und die Anzahl der Siege und nicht mehr um direkte Vergleiche mit höherklassigen Spielern“, erklärte er. Es gibt also keinen Grund mehr, eine Meldung zurückzunehmen, wenn sich nicht genügend LK1- oder noch bessere Spieler angemeldet haben. Das machte sich nicht nur in der Setzliste bemerkbar – für Benjamin Schweizer genügte es gerade noch für Position acht –, sondern auch im ausgeglichenen und überaus spannenden Turnierverlauf. So kam für den an zwei gesetzten Denis Kapric (TC BW Villingen) schon das Aus in Runde zwei gegen Christian Braus (Weiher), der wiederum nur hauchdünn mit 4:6, 6:2, 7:10 an dem an sieben gesetzten Mario Gehrlein (Heidelberger TC) scheiterte, der wiederum mit seinem 7:5-, 2:0-Aufgabe-Sieg gegen Sebastian Heim (BASF TC) ins Finale einzog. Hier traf er auf den Favoriten René Schulte, der wiederum bis dahin nur beim 7:6, 6:4 in seinem Halbfinale gegen Florian Broska etwas Mühe hatte. In einem überaus spannenden Schlagabtausch behielt Schulte im Endspiel mit 7:5, 6:4 die Oberhand. Ähnlich eng ging es im Feld der Damen zur Sache. Mit Sarah Seiderer (TC BW Leimen) stand hier eine Spielerin im Halbfinale, die niemand auf der Rechnung hatte. Die 23-jährige Leimenerin warf unter anderem im Viertelfinale die an eins gesetzte Rheinland-Pfalz-Meisterin Livia Kraus (TSC Mainz) mit 1:6, 6:4, 10:4 aus dem Rennen, hatte im Halbfinale gegen Janina Berres (TC Simmern) beim 9:5 im Matchtiebreak vier Matchbälle, schied dann doch noch mit 9:11 aus. „Kopfsache“, ärgerte sich die Überraschungs-Halbfinalistin, für die ihr eigenes Abschneiden gar keine so große Überraschung war: „Ich war ein Jahr lang verletzt, bin deshalb in der Rangliste etwas abgerutscht. Aber jetzt bin ich wieder fit und kämpfe mich nach oben“, erklärte sie. Berres unterlag im Anschluss mit 6:1, 3:6, 6:7 gegen die Heidelbergerin Tatjana Stoll, die auf ihrem Weg ins Endspiel nicht nur die an zwei gesetzte Lisa Itzhöfer (TC Oppau) mit 6:2, 6:1, sondern auch deren an vier gesetzte Teamkollegin Anne Zehetgruber mit 7:5, 0:6, 10:5 aus dem Rennen geworfen hatte. (env)