Projekte & Perspektiven
Wachenheimer Spielplätze auf dem Prüfstand
ahre 2021 und 2022 nicht im Stadtrat beraten worden. Aber es zeichne sich ab, dass im Ergebnishaushalt ein Defizit von knapp 400.000 Euro stehen wird, so Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Ein Grund dafür: weniger Einnahmen bei der Einkommenssteuer aufgrund der Corona-Krise. Wenn man das Jahr 2019 mit dem Ansatz für das Jahr 2021 vergleicht, fehlen rund 320.000 Euro Steuergelder.
Geld investieren will die Stadt im laufenden Jahr weiter in den Generationenplatz am Schwimmbad, auf dem kürzlich eine Pumptrackanlage entstanden ist. Laut Bechtel steht ein nächster kleiner Abschnitt an: Seniorenfitnessgeräte, Trampoline und ein Baumhaus sollen möglichst noch vor dem Sommer aufgestellt werden. Er habe Hoffnung auf eine erneute Gemeinschaftsaktion auf dem Platz wie vor Errichtung der Pumptrackanlage, dies hänge aber von der Coronalage ab, so Bechtel.
Werden Spielplätze geschlossen?
An der Schwimmbadwiese sei inzwischen ein Generationenplatz entstanden. Parallel stünden aber andere Spielplätze auf dem Prüfstand. Er werde daher dem Stadtrat vorschlagen, „ob wir nicht zwei, drei Spielplätze schließen“. Diese Flächen könne die Stadt verkaufen, andere Plätze hingegen verschönern. 16 Spielplätze gibt es in der Stadt, als Beispiel für einen Platz, den man schließen könnte, nannte Bechtel eine kleine Anlage in der Straße In der Dreispitz.
Für die Kinder in der Kita Pusteblume soll zusätzlich Raum geschaffen werden, damit die Anforderungen, die das neue Kita-Gesetz stellt, erfüllt werden können. Bei positivem Zuschussbescheid könne die Umsetzung noch in diesem Jahr erfolgen, so Bechtel.
Komplettsanierung der Tourist-Info
Bei der Wachtenburg stehe der letzte Abschnitt der Sanierung der äußeren Ringmauer an. Die bisherigen Abschnitten seien „attraktiv geworden“, so Bechtel. 200.000 Euro soll der letzte Teil kosten, den zu gleichen Anteilen Land, Förderkreis und Stadt übernehmen.
In der Entengasse könnten etwa 15 Parkplätze entstehen. Dem Stadtrat sollen hierzu zwei Konzepte zur Auswahl vorgestellt werden. Bei der Gestaltung werde darauf geachtet, dass man sich eine künftige Weiterentwicklung an dieser Stelle nicht verbaue, so Bechtel. Hier könnte es möglicherweise noch in diesem Jahr zur Umsetzung kommen.
Hoffnung, dass noch 2021 ein Zuschussbescheid kommt, bestehe auch für die Tourist-Info. Hier soll gründlich saniert und ein barrierefreier Zugang geschaffen werden. Bei Kosten von etwa 380.000 Euro seien Zuschüsse bis zu 70 Prozent zu erwarten.
Abgeschlossen werden soll in diesem Jahr der Umzug der Stadtwerke an den Alten Galgen. Hier werde es dann auch zwei weitere Ladepunkte für E-Fahrzeuge geben. Jeweils zwei Punkte gibt es bereits am Rathaus und am Schwimmbad.
Beim schnellen Internet soll es vorangehen. In Wachenheim gebe es nur sechs Häuser, die sogenannte A-Adressen seien, erklärt Bechtel. Also jene besonders schlecht versorgten Haushalte, die im Zuge des Kreisclusters derzeit einen Glasfaseranschluss bekommen. Das betreffe außerdem Aussiedlerhöfe oder andere Gebäude außerhalb des Stadtgebiets. Wer an den Ausbautrassen wohnt, hat als sogenannte B-Adresse eine Chance auf Ausbau. Außerdem soll auch in Wachenheim ein sogenannter Kooperationsvertrag mit der Deutschen Glasfaser geschlossen werden.
Bechtel rechnet mit Weinfest-Absage
Weitere geplante Projekte für dieses Jahr sind die Sanierung der Schlossgasse, die Vergabe für einen barrierefreien Zugang der Georgskirche, die Sanierung der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und Flutlicht für das Stadion. Für das Baugebiet Schwabenbach soll ein Erschließungsträger gefunden werden.
Auf das gesellschaftliche Leben dürfte die Pandemie auch in Wachenheim großen Einfluss haben: „Ich rechne nicht damit, dass das Weinfest im Juni stattfinden kann“, so Bechtel.
Die Serie
Was bringt das Jahr 2021 in Bad Dürkheim und seinen Stadtteilen, in den Verbandsgemeinden Wachenheim und Freinsheim und ihren Kommunen? Wir haben die politisch Verantwortlichen nach den Projekten und Perspektiven für die kommenden Monate gefragt.