Tischtennis
Wachenheimer Damen mit „Sehnsucht nach Tischtennis“
Hat Tischtennis etwas mit Schokolade zu tun? Ja, zumindest für Sabrina Wehrhahn, denn für sie war Tischtennis zuletzt wie eine Art Süßigkeit. „Wir wollten unbedingt wieder spielen und sind um die Tischtennisplatte herumgelaufen, als wäre es ein leckeres Stück Schokolade“, erklärte die TuS-Mannschaftsführerin lachend. Ein unbedingter Drang sei bei ihr und ihrem Team zu spüren gewesen, endlich an die Platte zurückzukehren. „Die Halle war sehr lange zu, deshalb konnten wir auch als Mannschaft nicht trainieren“, erzählte Wehrhahn.
Erst Anfang September, nach den Sommer-Schulferien, waren die TuS-Räumlichkeiten wieder geöffnet. „Wir hatten Sehnsucht nach Tischtennis“, erklärte Wehrhahn, die auch überlegte, einfach mal bei einem anderen Verein beim Training vorbei zu schauen. Doch das sei, auch wegen der eingeschränkten Möglichkeiten der Tischtennisclubs, nicht machbar gewesen. Vielmehr widmete sich Wehrhahn ihrem zweiten Hobby als Trainerin für Gymnastik und Aerobic. „Wir haben viel über Video trainiert“, erzählte Wehrhahn, die in dieser Woche den Übungsleiterschein in der Sportschule Edenkoben absolvierte. „Ich hoffe ich habe beim Spiel nicht ganz so großen Muskelkater“, meint sie lachend vor dem Auftaktmatch.
TuS-Damen hoffen noch auf Verstärkung
Die Partie gegen Albersweiler war derweil eine besondere, weil die Begegnung die letzte vor dem coronabedingten Saisonabbruch und nun zugleich die erste der neuen Runde war. „Unser Ziel ist es nicht abzusteigen. Wir wollen aber auch auf jeden Fall mal eine Saison zu Ende spielen“, sagte Wehrhahn. Nicht mehr zur Verfügung steht künftig Isabelle Reich, die aus beruflichen Gründen nach Hannover gezogen ist. „Wir hoffen auf eine Verstärkung. Es ist jemand nach Wachenheim gezogen, der früher schon Tischtennis gespielt hat“, deutete Wehrhahn personelle Verstärkung an. In der Rückrunde ist es aber auch möglich, dass mit Talent Annika Muhrer eine weitere Spielerin ausfällt. „Es kann sein, dass sie an einem Schüleraustausch teilnimmt. Das ist aber wegen Corona noch offen.“
Gegen Albersweiler war es ein gewohnt knappes Spiel, auch weil sich der TuS wieder im Spiel gegen Noppen schwer tat. „Wir sind stark gestartet. Leider konnten die Gegnerinnen dank ihrer Noppenspielerinnen wieder ausgleichen“, sagte Wehrhahn. Beim Stand von 4:4 sorgten dann aber Lara Stermann und Ann-Kathrin Renfer mit zwei knappen Siegen und einem 3:0-Erfolg von Judith Rohr gegen die bei den Senioren sehr erfolgreiche Karin Horstmann für die Weichenstellung zum 7:5-Auftaktsieg.
So spielten sie
TuS Wachenheim – TTV Albersweiler 7:5. Judith Rohr – Sonja Bachtler 1:3-Sätze, Ann-Kathrin Renfer – Miriam Spieß 3:2, Lara Stermann – Amelie Schmidt 0:3, Sabrina Wehrhahn – Karin Horstmann 3:1, Rohr – Spieß 3:1, Renfer – Bachtler 3:1, Stermann – Horstmann 2:3, Wehrhahn – Schmidt 0:3, Stermann – Spieß 3:2, Rohr – Horstmann 3:0, Renfer – Schmidt 3:2, Wehrhahn – Bachtler 1:3.