Blickpunkt RHEINPFALZ Plus Artikel Wachenheimer Burg- und Weinfest abgesagt

Auf der Burg soll trotzdem gefeiert werden.
Auf der Burg soll trotzdem gefeiert werden.

Obwohl es die derzeit geltenden Corona-Regelungen zugelassen hätten, haben sich die Verantwortlichen entschieden, das Wachenheimer Weinfest abzusagen. Grund sind die Bauarbeiten an der B271 und die Unsicherheit darüber, ob diese rechtzeitig zum Fest Mitte Juni abgeschlossen sein werden. Doch ein Trostpflaster ist in Aussicht.

„Wir haben uns die Entscheidung, das Fest abzusagen, nicht leicht gemacht, uns aber nach eingehenden Beratungen schweren Herzens dafür entschieden“, sagt Wachenheims Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Nach Abstimmung mit den Beigeordneten, der Tourist-Info und dem Ordnungsamt sei man der Meinung, dass die Baustelle an der B271 zwischen Wachenheim und Friedelsheim auch im Juni noch nicht abgeschlossen sein werde. Schlimmer noch: Zum Zeitpunkt des Festes könnte die B271 sogar in beiden Fahrtrichtungen gesperrt sein, fürchten die Verantwortlichen. „Das macht es nicht verantwortbar, das Weinfest stattfinden zu lassen“, ergänzt Bechtel. In einem solchen Fall könne man die Weinstraße in Wachenheim nicht sperren und sie den Festbesuchern überlassen, weil sie als Umleitung benötigt werde. Die Sicherheit der Menschen könne dann aber nicht gewährleistet werden. Gefeiert werden sollte das Burg- und Weinfest vom 10. bis zum 12. Juni und vom 16. bis zum 19. Juni.

Wie reagieren die Betriebe und Gastronomen?

Bereits Anfang April seien die Standbetreiber informiert worden, dass das Fest stark gefährdet ist, sagt Bechtel. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) habe rechtzeitig darauf hingewiesen, dass das Ende der insgesamt fünf Bauabschnitte an der Auffahrt aufgrund von Materialengpässen, Wetterbedingungen, Rohstoffmangel und krankheitsbedingter Ausfälle der Bauarbeiter noch nicht realistisch eingeschätzt werden könne. Der LBM konnte nicht ausschließen, dass während des Fests noch gearbeitet werden muss. „Es wird zwar kein offizielles Weinfest stattfinden. Aber die Sektkellerei, die Burg und auch der eine oder andere Verein oder Hof wird bestimmt etwas machen“, sagt Bechtel. Es habe Überlegungen gegeben, das Fest in zwei Bereiche aufzuteilen und die Weinstraße komplett aus dem Feierbereich herauszunehmen. Die Gefahr für die Festbesucher durch den Verkehr auf der Weinstraße wurde aber schließlich als zu groß angesehen.

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Doch wie reagieren die Betriebe und Gastronomen? Heike Kuhly von der Sektkellerei Schloss Wachenheim kündigt an, dass die Sektkellerei ihr geplantes Programm am zweiten und dritten Juniwochenende durchziehen werde. „Wir möchten den Leuten ein paar schöne Erlebnisse bereiten, denn die Menschen freuen sich darauf“, betont Kuhly. Markus Walber von der Burgschänke auf der Wachtenburg berichtet, dass auch er an seinen Planungen festhalten will und alle Bands wie gewohnt auftreten werden. „Wir werden auch wieder den Shuttleverkehr zur Burg hinauf anbieten“, sagt Walber, der die Enttäuschung der Bürger verstehen kann.

Ein wenig Hoffnung kann Bürgermeister Bechtel den enttäuschten Wachenheimern, die zwei Jahre auf ihr Burg- und Weinfest warten mussten, dennoch machen. Denn man sei bereits auf der Suche nach einem Ersatztermin. „Das hängt natürlich auch von denen ab, die das Weinfest tragen“, sagt Bechtel, der aber guter Dinge ist, dass es die Ersatzveranstaltung geben wird.

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