Bad Dürkheim Wachenheim/Bad Dürkheim: Tödlicher Unfall am Bahnübergang
Wachenheim: An einem unbeschrankten Bahnübergang nördlich des Neubaugebiets Im Höhnhausen hat ein Regionalzug aus Richtung Bad Dürkheim am Freitag um 14.28 Uhr einen VW-Kastenwagen gerammt. Der 75-jährige Fahrer verstarb nach Polizeiangaben an der Unfallstelle.
[Aktualisiert 20.40 Uhr: Die Bahnstrecke ist wieder geöffnet.] Die rund 50 Zuginsassen kamen mit dem Schrecken davon. Die Bahn kümmerte sich nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei in Koblenz um deren Abtransport. Bei dem Zug handelt es sich nach Aussage eines Augenzeugen um eine Verbindung, die den Dürkheimer Bahnhof eigentlich gegen 14.07 Uhr in Richtung Neustadt hätte verlassen sollen. Der Zug habe sich aber verspätet. Der Zusammenstoß kurz vor Wachenheim sei deutlich in den Abteilen des Zuges zu vernehmen gewesen. Dann sei das Auto vom Zug hörbar mitgeschleift worden. Das habe „gestaubt wie verrückt“, sagt der Augenzeuge.
Bahnstrecke gesperrt
Die Bahnstrecke zwischen Neustadt und Bad Dürkheim wurde gesperrt. Um 20.45 Uhr konnte der Verkehr wieder rollen. Die Bahn organisierte einen Schienenersatzverkehr zwischen Neustadt und Bad Dürkheim. Da viele Wurstmarktbesucher aus Richtung Süden sich dennoch für eine Anfahrt mit dem Auto entschieden, registrierte die Dürkheimer Polizei am Freitagnachmittag ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, das jedoch keine großen Probleme verursacht habe, so Polizeisprecher Peter Strube-Vogt. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal ordnete zur Klärung der Unfallursache die Hinzuziehung eines Sachverständigen an. Den Sachschaden konnte die Polizei am Freitag noch nicht ermitteln.
40 Wehrleute im Einsatz
Um die Bergung des Opfers kümmerte sich die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Wachenheim, die mit 40 Einsatzkräften vor Ort war, wie Wehrleiter Marco Haag auf Anfrage berichtete. Außerdem legte die Wehr verkeilte Teile zwischen Zug und Kastenwagen frei, damit beide am späten Abend abgeschleppt werden konnten. Die Bahn schickte einen Schleppzug an die Unfallstelle. Das Kriseninterventionsteam aus Grünstadt kümmerte sich um unter Schock stehende Zuggäste und stand anschließend auch für Feuerwehrleute zur Verfügung, um bei der Verarbeitung des Geschehens zu helfen. dil/jpl/led