Bad Dürkheim Wachenheim: Bürgermeister stellt bei Neujahresempfang Sanierungen in den Fokus

Harmonischer Auftakt: Die Frauen und Männer vom MGV eröffnen den Neujahrsempfang der Stadt Wachenheim.
Harmonischer Auftakt: Die Frauen und Männer vom MGV eröffnen den Neujahrsempfang der Stadt Wachenheim.

Die Gestaltung der Stadt Wachenheim hat Bürgermeister Torsten Bechtel in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang gestern Mittag in den Mittelpunkt gestellt.

Bruce Willis hat es in die Wachenheimer Neujahrsrede geschafft. Dem Hollywood-Actionhelden war im vergangenen Jahr der Umzug in die kleine Stadt angedichtet worden – ein Wachenheimer hatte sich einen Scherz erlaubt, der auf reges Medieninteresse gestoßen war. „Wir wollen keine alternden Stars“, sagt Bechtel nun mit einem Augenzwinkern vor über 250 Wachenheimern in der Stadthalle. Vielmehr dürften die Bürger auf „junge Schauspieler“ hoffen. Habe sich doch die Filmrechtefirma MPLC Deutschland in der Villa Böhm angesiedelt, sagt Bechtel und schlägt so einen Bogen zu diesem Sanierungs- und Bauprojekt. Im Fokus steht an diesem Mittag aber der Stadtkern. Hier habe sich im vergangenen Jahr viel getan, so Bechtel. Hier werden städtische und private Sanierungen umgesetzt, die vom Programm „Historische Stadtbereiche“ gefördert werden. Als besonders angenehm hätten die Bürger die Neugestaltung des Alten Kirchhofes empfunden, sagt Bechtel. Am Eichhäusel laufen die Arbeiten bereits, bei der Tourist-Info stehen sie bevor. Sechs private Bausanierungen gehörten ebenfalls zum immer schöner werdenden Stadtbild. Die Altstadt sei attraktiv zum Wohnen und zum Arbeiten, sagt Bechtel. Aber: „Wir brauchen viele Menschen, die den Mut haben, in die Altstadt zu investieren.“ Vor allem Zeit, rund 80.000 Arbeitsstunden, hat der Förderverein Wachtenburg in den letzten 30 Jahren in die Burg investiert, würdigt Bechtel das ehrenamtliche Engagement rund um das Team von Dieter Weilacher. Das musste im vergangenen Jahr unter anderem mit einer bröckelnden Mauer kämpfen, die nun bald fertig saniert ist. Ein anderes Stück Mauer, ein Teil der Stadtmauer, ist im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit den Bauarbeiten von Kurt Manz saniert worden. Moderneren Bauten widmen sich die Stadtwerke. Ein Carport mit E-Ladestation am Bauhof ist im vergangenen Jahr entstanden, eine weitere elektronische Tankmöglichkeit soll am Schwimmbad eingerichtet werden. Kooperationen mit dem Nachbarn Bad Dürkheim seien bei den E-Tankstellen geplant und weitere gemeinsame Mobilitätsprojekte möglich, so Bechtel. Noch in diesem Jahr soll ein Projekt beginnen, dessen Wurzeln in der Spielleitplanung von 2012 liegen. Die Wiese neben dem Schwimmbad soll umgestaltet und zum Treffpunkt für alle Generationen werden. Der Bau eines Spielhügels und eines Holzschiffes für die Kleinen ist für 2018 anvisiert. Im weiteren Schritt ist ein sogenannter Pumptrack im Gespräch, eine künstlich angelegte Mountainbikestrecke. Das leichte Geraune im Publikum greift Bechtel auf. Natürlich bedürfe es bei diesem auf Jugendliche abgestimmten Angebot auf Absprache mit allen Beteiligten, junge Menschen sollten aber nicht an den Stadtrand gedrängt werden, sondern auch in der Ortsmitte einen Platz finden. Am Rand geplant hingegen und nur am Rande Thema ist an diesem Nachmittag der Supermarkt im Bischofsgarten. Er und auch das Baugebiet Schwabenbach könnten in diesem Jahr nun wieder öfter für Gesprächsstoff sorgen, nachdem die behördlichen Auflagen bald abgearbeitet sein sollen.  Zitiert —„Es ist mir ein bisschen peinlich. Wenn Sie Ihr Glas nicht mit nach Hause nehmen würden ...“ Torsten Bechtel eröffnet den geselligen Teil mit einer Bitte. Im vergangenen Jahr waren 40 Gläser „verschwunden“.

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