Bad Dürkheim Vorzeigeprojekt in Gefahr

Pierre Amblard (im Vordergrund) präsentierte vor rund einem Jahr RHEINPFALZ-Lesern den Stadtmauergarten.
Pierre Amblard (im Vordergrund) präsentierte vor rund einem Jahr RHEINPFALZ-Lesern den Stadtmauergarten.

Der Stadtmauergarten in Wachenheim ist ein wahres Prunkstück. Seit Ende 2015 ist er eines der Projekte der Initiative Stadtmauer, am 2. April wurde er nach harter Arbeit eingeweiht und bereichert die Stadt. Doch jetzt ist seine Zukunft ungewiss.

Der Grund: Projektleiter Pierre Amblard, bisher mit Herzblut bei der Sache, kann sich bald nicht mehr um den Stadtmauergarten kümmern. „Ich habe eine neue Tätigkeit und bin deswegen in Zukunft viel auf Reisen“, sagt er. „Ich mache Sachen entweder ganz oder gar nicht, und mir wird einfach die Zeit fehlen.“ Er habe sich die Entscheidung schwer gemacht und einige Monate überlegt. Er habe bisher schon Hilfe gehabt, doch es seien nicht genug helfende Hände für den pflegeintensiven Garten verfügbar gewesen. Einfach so gehen will Amblard jedenfalls nicht: „Bis Ende des Jahres bauen wir noch ein Gartenhäuschen für das Material“, also Gartenwerkzeuge. Damit seine Nachfolger einen guten Start haben. Doch hier kommt das Problem. „Wir suchen noch jemanden, der den Garten übernimmt“, sagt die Vorsitzende der Stadtmauer-Initiative, Christiane Rosenberg. „Wir sind in alle Richtungen offen.“ Die Mitglieder der Initiative seien bereits informiert. Zu Offenheit in alle Richtungen gehöre auch, den Pachtvertrag mit dem Weingut Dr. Bürklin-Wolf, dem der Stadtmauergarten gehört, zu lösen, „aber erst als allerletzte Konsequenz“, betont Rosenberg. Diese Entscheidung müsse im November fallen. Nur falls sich kein Nachfolger finde, versteht sich. Info Die Initiative ist im Netz unter www.stadtmauer-wachenheim.de zu finden.

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