Bad Dürkheim Von Moskau über Heidelberg nach Dürkheim

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Oleg Turovets hat den Chefarztposten der Kardiologie und Inneren Medizin bei der Median-Parkklinik übernommen. Zudem ist er für die fachbereichsübergreifende Medizin an der Rehabilitationsklinik für Orthopädie, Innere Medizin und Kardiologie zuständig.

«Bad Dürkheim.»„Wir wollen die Qualität und auch die Belegung verbessern, Abläufe optimieren und gut mit den zuweisenden Krankenkassen zusammenarbeiten. Das sind Dinge, auf die ich großen Wert lege“, betont der 50-jährige aus Russland stammende Arzt. Er hat sich in Dürkheim aber noch mehr vorgenommen: „Das Spektrum der Klinik soll vergrößert werden hin in Richtung Ernährungsmedizin und Präventivmedizin.“ Menschen beim Erhalt ihrer Gesundheit zu unterstützen, ist das Ziel, statt ihnen erst zu helfen, wenn sie krank sind. Zunächst wolle er sich aber in allen Bereichen einarbeiten. „Ich kenne den Rehabereich zwar gut, aber jede Klinik hat ihre eigenen Abläufe“, erklärt Turovets. „Wir betreuen hier auch multimorbide Patienten zusammen, beispielsweise einen Patienten der Orthopädie mit Herzproblemen.“ Deshalb ist ihm wichtig, dass die Zusammenarbeit mit der zweiten Abteilung im Haus, der Orthopädie unter Leitung von Dr. Gudrun Hager, weiterhin reibungslos funktioniert. In der Therapie aller Patienten sei entscheidend, dass auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen werde. „Wir überarbeiten Therapie-Pfade, damit die Patienten zufrieden sind, wenn sie nach drei Wochen Ergebnisse sehen.“ Die Entscheidung, von der Reha-Fachklinik Falkenburg nach Bad Dürkheim zu wechseln ist Turovets leicht gefallen. „Ich hatte an meiner vorherigen Arbeitsstelle alle Stufen durchgemacht, vom Assistenzarzt bis zum Leitenden Oberarzt.“ Als ihm die Stelle in der Kurstadt angeboten wurde, hat er für die „spannende Aufgabe“, wie er sagt, schnell zugesagt. Bereut hat er das nicht, ist im neuen Team „gut aufgenommen worden.“ Der 50-Jährige wohnt mit seiner Partnerin in Karlsruhe, er hat einen Sohn, der mitten im Studium steckt. Turovets hat in der russischen Hauptstadt Moskau Medizin studiert, machte dort seinen Abschluss als Kardiologe, ehe er 1992 nach Deutschland kam. Als Arzt und wissenschaftlicher Angestellter arbeitete er an der Heidelberger Universitätsklinik. Im Jahr 1998 wechselte er dann an die Fachklinik Falkenburg in Bad Herrenalb. Im Jahr 2001 promovierte er. Inzwischen ist er Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie sowie Rehabilitationsmedizin. Er steht kurz vor dem Abschluss der Zusatzbezeichnung „Ernährungsmedizin“. An seinem neuen Arbeitsplatz gab es auch eine Art „Einstandsgeschenk“, wie Turovets lachend berichtet. Sechs neue Ergometer stehen nun zur Verfügung, die natürlich direkt in die neuen Therapieprogramme aufgenommen worden sind. „Ausdauertraining ist das A und O für die Patienten in den drei Wochen Reha“, betont der Mediziner, der sich als nächste größere Anschaffung für die Klinik ein neues Echogerät zur Diagnostik vorstellen könnte.

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