Kreis Bad Dürkheim Vogelgrippe: Ausbruch im Kreis Bad Dürkheim bestätigt

Bei zwei Kranichen wurde der Erreger nachgewiesen.
Bei zwei Kranichen wurde der Erreger nachgewiesen.

Im Landkreis Bad Dürkheim ist der Ausbruch der Vogelgrippe bestätigt. Das hat die Kreisverwaltung mitgeteilt. Was bedeutet das für Halter und Spaziergänger?

Es ist keine Überraschung: Nachdem vergangene Woche das Landesuntersuchungsamt Proben von zwei verstorbenen Kranichen positiv auf Vogelgrippe getestet hatte, hat das nationale Referenzlabor, das Friedrich-Löffler-Institut (FLI), dieses Ergebnis auf den hochpathogenen Subtyp Influenza-A-Virus-H5N1 nun bestätigt.

Toter Kranich bei Freinsheim

Inzwischen sind laut Kreisverwaltung insgesamt sechs tote Wildvögel im Landkreis untersucht worden. Neben den beiden bestätigten Ergebnissen hat das Landesuntersuchungsamt bei einem Kranich, der bei Freinsheim gefunden worden war, ebenfalls bereits ein positives Ergebnis auf H5N1 gemeldet. Weitere Ergebnisse stehen noch aus.

Der zuständige Beigeordnete Jonas Bender (SPD) rät Halterinnen und Haltern, ihr Geflügel im Stall zu lassen: „Es ist auch weiterhin unbedingt notwendig, geltende Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten, um ein Eindringen des Virus in den Bestand des eigenen Geflügels zu vermeiden“, betont er in einer Mitteilung.

Was das Veterinäramt rät

Doch was machen Bürger, die einen toten Wildvogel finden? Werden Wasservogel-Kadaver wie Kraniche, Störche oder Reiher, Greifvögel sowie Fasane, Rebhühner und Wachteln gefunden, sollte das per E-Mail an veterinaeramt@kreis-bad-duerkheim.de oder unter Telefon 0160 93289964 gemeldet werden. Am Wochenende wird um Meldung per Telefon gebeten, um zügig reagieren zu können. Das Veterinäramt kümmert sich dann um den Kadaver. „Der Kontakt mit den Tieren ist aus Gründen der Hygiene und des Seuchenschutzes nicht ratsam, um eine Weiterverbreitung des Virus zu verhindern“, so die Kreisverwaltung.

Bei vereinzelten, verstorbenen Singvögeln, Tauben, Krähen und Elstern besteht kein grundsätzlicher Vogelgrippe-Verdacht. Sie dürfen daher, in einem Plastikbeutel verpackt, über den Hausmüll entsorgt werden. Werden an einer Stelle aber mehr als fünf Kadaver dieser Vogelarten gefunden, gilt diese Häufung ebenfalls als verdächtig und sollte schnellstmöglich dem Veterinäramt gemeldet werden.

Im Landkreis gibt es mehr als 800 Haltungen, auch wenn manche davon sehr wenige Tiere haben. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) können die Aviären Influenzaviren unter Umständen in Einzelfällen auch Erkrankungen bei Menschen hervorrufen, was ebenfalls als Vogelgrippe bezeichnet wird. Die Übertragung der Viren von Tieren auf den Menschen ist nicht leicht und geschieht bei einem intensiven Kontakt zu infizierten Tieren. Wenn eine solche Infektion jedoch stattfindet, könne die Krankheit bisweilen sehr schwer verlaufen, warnt der Kreis.

Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gibt es für die Möglichkeit einer Infektion des Menschen durch rohe Eier oder Rohwursterzeugnisse mit Geflügelfleischanteil von infizierten Tieren bislang keine Belege.

Im Netz

Weitere Informationen, gerade auch dazu, wie Menschen mit privaten, kleinen Tierhaltungen sich verhalten sollen, gibt es auf www.kreis-bad-duerkheim.de/vogelgrippe.

x