Blickpunkt
Veranstalter geben sich bei Planung von Festen optimistisch
Die gute Nachricht vorweg: Es besteht Hoffnung. Obwohl einige Großveranstaltungen bereits abgesagt oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden – der Gedanke an Treffen in geselliger Runde und ein Stück Normalität scheint derzeit nicht abwegig. In Freinsheim etwa seien die Vorbereitungen für das Blütenfest am 26. und 27. März in vollem Gange, teilt Jochen Weisbrod vom dortigen Verkehrsverein mit. „Das ist ein Fest mit offenen Höfen, und da kann der Impfstatus im Eingangsbereich gut kontrolliert werden“, sagt Weisbrod, der davon ausgeht, dass sich alle Freinsheimer Winzer beteiligen werden. „Die Hauptsache ist, dass wir mal wieder ein bisschen Normalität zurückbekommen.“ Auch das Altstadtfest im Juni und das Stadtmauerfest im Juli wolle man realisieren. „Wir versuchen die Option, die Veranstaltungen durchzuführen, so lange wie möglich offen zu halten“, berichtet der Verkehrsvereins-Vorsitzende. „Wir setzten alles dran, dass die Feste stattfinden, und es wäre schade, wenn die Pandemielage sie wieder verhindern würde.“
Einige Planungen laufen bereits auf Hochtouren
Auch die Planungen für die kulinarische Wanderung ins Himmelreich, wie die Wanderung in den Weinbergen in Herxheim am Berg heißt, laufen bereits. „Wir wollen die Veranstaltung, die am 21. und 22. Mai stattfinden soll, nicht von vornherein absagen, sondern wollen sie, wenn es möglich ist, durchführen“, sagt Oliver Gabel von der Winzerschaft Herxheim am Berg. Er würde sich freuen, wenn man den Menschen mal wieder eine schöne Veranstaltung bieten könne.
Rolf Kühner aus Weisenheim am Berg berichtet, dass die Weinwanderung am 7. und 8. Mai ebenfalls geplant sei. „Obwohl zwei Winzer ausgestiegen sind, versuchen wir den Leuten auf einem 4,5 Kilometer langen Rundweg ein interessantes Programm zu bieten“, verspricht der Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins.
Hoffen auf Frühlingsfest und Waldspektakulum
In Weisenheim am Sand gehen die Verantwortlichen davon aus, dass im April gefeiert werden kann. „Wir werden im Rat noch einmal darüber sprechen, wie wir das Frühlingsfest, das vom 22. bis 24. April geplant ist, durchführen werden“, berichtet Ortsbürgermeister Michael Bähr-Burkhardt (CDU) und spricht von „konzeptionellen Änderungen“ bezüglich Organisation und Ablauf der Veranstaltung. „Wenn die Winzer ihre Höfe öffnen, können die geltenden Coronavorschriften auch gut beachtet werden“, sagt er.
Ebenfalls auf Hochtouren laufen die Planungen für das Waldspektakulum mit Waldleuchten, das aller Voraussicht nach am zweiten Aprilwochenende stattfinden wird. „Wir freuen uns darauf, dass wir den Ludwigshain wieder stimmungsvoll beleuchten können“, berichtet Thorsten Langenwalter von der Winzerschaft.
Skepsis in Erpolzheim, Optimismus in Wachenheim
Dass die kulinarische Wanderung rund um Obst, Spargel und Wein am letzten Maiwochenende in Erpolzheim stattfinden wird, ist dagegen sehr ungewiss. „Ich gehe ganz ehrlich davon aus, dass die Veranstaltung nicht stattfinden wird“, sagt Ortsbürgermeister Alexander Bergner (FWG), der dabei neben der Pandemie auch an Beeinträchtigungen durch Baustellen und die damit verbundenen reduzierten Parkmöglichkeiten denkt. „Ob die Züge, die aufgrund der Dachse zurzeit nicht fahren, bis Ende Mai wieder ihren Betrieb aufnehmen, wissen wir nicht“, sagt Bergner. Er baut darauf, dass die Weinkerwe im August und später der Martinsmarkt wieder stattfinden können.
Kräutermarkt fällt wohl kleiner aus
In Wachenheim besteht Optimismus, dass das Burg- und Weinfest sowie der beliebte Kräutermarkt in diesem Jahr wieder stattfinden werden. „Die Informationen an die Schausteller und Beschicker sind raus, und wir warten zunächst einmal ab, wie die Resonanz ist“, berichtet Stefan Thomas von der Tourist-Information der VG Wachenheim. Auf Basis der Rückmeldungen solle es Anfang März in die konkreten Planungen für das Fest gehen, das vom 10. bis 12. und vom 16. bis 19. Juni stattfinden soll. „Wir wollen die Veranstaltung so planen, wie die Leute sie von früher kennen“, berichtet Thomas. Veränderungen wolle er dann vornehmen, wenn es das Infektionsgeschehen erforderlich mache. Bereits für den 8. Mai ist der Kräutermarkt geplant. Er soll wieder in und entlang der Burgstraße in Richtung Wachtenburg und auf dem Marktplatz stattfinden. Hier haben die Planungen bereits begonnen, informiert Helmut Bremicker vom Wachenheimer Heimatverein. Allerdings hänge einiges noch von Vorgaben der Landesregierung und der Kreisverwaltung ab. Auch müsse ein Antrag bei der Stadt eingereicht und im Stadtrat genehmigt werden, berichtet Bremicker, der ergänzt, dass der Markt in diesem Jahr nicht ganz so groß wie in früheren Jahren mit fast 55 Ständen ausfallen werde. „Aufgrund der Pandemie haben sich einige Beschicker aus dem Geschäft zurückgezogen.“
Die Kerwe in Grethen-Hausen, die vom 29. April bis zum 3. Mai stattfinden soll, ist nach Angaben des Ortsvorstehers Dieter Walther (SPD) fest eingeplant. „Wir hoffen natürlich, dass Corona uns keinen Strich durch die Rechnung machen wird“, sagt Walther, der sich Ende März mit den Kerwe-Verantwortlichen treffen will, um konkrete Absprachen zu treffen. „Das Fischerfest in Hausen findet vom 12. bis 14. August im Hochsommer statt. Da bin ich etwas entspannter“, ergänzt der Ortsvorsteher.
Noch Fragen?
Informationen zu allen geplanten Veranstaltungen in der Region können über die Internetseiten der VG Freinsheim und Wachenheim sowie der Stadt Bad Dürkheim abgerufen werden.