Fußball
TuS Wachenheim und VfL Neustadt trennen sich unentschieden
„Die großen Gewinner des ersten Spieltags sind Maikammer und Niederkirchen, die mit ihren Siegen den Abstand auf den VfL und uns vergrößert haben“, ordnet der Wachenheimer Coach Michael Acker die Ergebnisse des Wochenendes ein. Daraus folgt, dass der TuS seine beiden nächsten Begegnungen gegen Neidenfels/Lambrecht und Mußbach gewinnen muss, ehe es dann zum Topfavoriten TuS Maikammer geht.
Zu viele Fehler in der Defensive
„Beide Mannschaften spielten in einem identischen System, standen tief und kompakt, agierten in der Defensive jedoch zu fehlerhaft“, erklärt Acker die sechs Treffer. Ein Paradebeispiel dafür war das Führungstor von Marcel Münch, der nach einem Ballverlust des Neustadter Torhüters außerhalb des Strafraums den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste (24.). Ein Gastgeschenk der Neustadter.
Unmittelbar vor der Pause folgte die erste Schlüsselszene der Partie. „Der Schiedsrichter hatte fälschlicherweise auf Einwurf für uns entschieden. Diese Entscheidung hat unser Kapitän und Innenverteidiger Patrick Stephan revidiert und Neustadt den Ball überlassen“, schildert Acker die Szene. Der VfL führte den Einwurf auf Strafraumhöhe schnell aus, und es kam zu einem Foulspiel. Den fälligen Freistoß verwandelten die Gäste zum 1:1 (44.). „Prinzipiell war das gelebtes Fair-Play. Ich werde deshalb Patrick nie einen Vorwurf machen, zumal die Neustadter in einer vergleichbaren Situation ähnlich gehandelt haben. Nur gab es diesen Einwurf weit weg von deren Tor“, verdeutlicht der 53-Jährige.
Schwäche bei Standards kam zum Vorschein
Im zweiten Abschnitt wogte das Spiel hin und her. Nach einem Pass in die Schnittstelle der VfL-Deckung setzte Münch seinen Körper gut ein und schloss zum 2:1 ab (54.). Doch die Freude währte nur kurz. „Beim 2:2 kam unsere Schwäche bei gegnerischen Standards zum Vorschein“, spielt der Übungsleiter darauf an, dass der Torschütze zunächst an die Latte köpfte und dann den Abpraller ungehindert per Kopfball verwertete (56.). Damit nicht genug. Einen weit geschlagenen Ball der Gäste ließ Verteidiger Juri Zabel aufspringen, verlor danach den Zweikampf, und die scharfe Hereingabe der Gäste bugsierte Christian Rank beim Klärungsversuch ins eigene Tor (59.). Doch die Wachenheimer zeigten sich nicht geschockt. Julian Schroth bereitete den Ausgleich prima vor, spielte den Ball flach nach innen, sodass Münch die Kugel nur über die Linie drücken musste (69.).
In der Schlussphase trafen Frank Peter und Münch ebenso wie ein Neustadter das Aluminium. „Ich habe mich gefragt, ob ich alles oder nichts spielen soll. Doch das erschien mir am ersten Spieltag der Aufstiegsrunde zu gewagt“, erläutert Acker, der keine Niederlage riskieren wollte. Seiner Mannschaft könne er keinen Vorwurf machen, sie habe alles gegeben, konstatierte der Coach und hob Laufbereitschaft, Engagement und Leidenschaft hervor. „Unter dem Strich war es gute Unterhaltung für die Zuschauer“, betonte Acker. Ziel sei, den Relegationsplatz zu erreichen.