Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Friedelsheim empfängt Aufstiegsaspirant

TuS-Abwehrspieler Mustapha Labeche.
TuS-Abwehrspieler Mustapha Labeche.

Eine Herkulesaufgabe wartet auf den TuS Friedelsheim, den Aufsteiger in die Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt. Am Sonntag, 15 Uhr, ist der TuS Gastgeber des Bezirksliga-Absteigers und Tabellenzweiten FC Lustadt.

Die Lustadter sind nach zwölf Spieltagen die einzige Mannschaft, die noch ungeschlagen ist. Kein Wunder, denn dem FCL ist es trotz Abstiegs gelungen, weite Teile seines Kaders an den Klub zu binden. Die Folge: Ob der hohen individuellen Qualität ist der gefühlte Mittelklasse-Bezirksligist, der seit 2016 (wieder) in dieser Liga spielte, einer der Topfavoriten auf den Aufstieg. „Lustadt ist ein richtiger Brocken. Da muss schon alles passen, wenn wir erfolgreich sein wollen“, weiß der Friedelsheimer Spielertrainer Nicolas Wrede. Aktuell sieht es so aus, als ob Lustadt und Berghausen die Plätze eins und zwei unter sich ausmachten.

Friedelsheim geht die Aufgabe mit moralischem Rückenwind an. In den letzten 20 Minuten beim Südhaardter SV aus einem 2:5 noch ein nicht mehr für möglich gehaltenes 5:5 zu machen, ist aller Ehren wert. Beim TuS kann man aber auch froh sein, schon 20 Zähler auf dem Konto haben, denn in den nächsten beiden Spielen dürften nicht allzu viele dazukommen. Nach der Heimaufgabe gegen Lustadt folgt mit der Reise nach Berghausen die nächste schwere Prüfung, die den Schwarz-Weißen alles abverlangen dürfte. „Lustadt ist spielerisch eine der besten Mannschaften der Liga“, ist der Übungsleiter überzeugt.

Mann des Spiels beim Südhaardter SV war Mustapha Labeche, der in der Endphase nervenstark zwei Strafstöße verwandelte, beim zweiten die Ecke wechselte und so den Punkt rettete. „Eigentlich ist Patrick Wetzler unsere Nummer eins als Elfmeterschütze. Aber er hat zuletzt nicht gespielt. Mustapha hat sich im Training auch als sicher erwiesen und gut geschossen. Er ist am Punkt die Ruhe selbst, übernimmt Verantwortung und war zuletzt zweimal unser Kapitän“, erklärt Wrede. Labeche sei ein Mannschaftsspieler mit einem guten Auftreten und tauge zum Vorbild.

Mustapha Labeche, ein 34-jähriger Deutscher mit algerischen Wurzeln, kann außen und innen verteidigen und hat sich mit guten Leistungen unentbehrlich gemacht. Wenn er zur Verfügung stand, wurde er auch immer für die Startformation nominiert. „Mustapha ist ein Modellathlet, ein robuster Kämpfer und schneller Linksfuß“, charakterisiert der Spielertrainer den Defensivallrounder. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja gegen Lustadt wieder einen Elfmeter. Wrede stellt sich auf jeden Fall auf ein Geduldsspiel ein, in dem nach Ballverlusten dem schnellen Umschalten nach hinten große Bedeutung zukomme.

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