Gesicht(et) Trauer und Mahnung

Teil eines Denkmals ist dieses Steingesicht.
Teil eines Denkmals ist dieses Steingesicht.

Umwachsen vom Grün eines Gartens liegt das steinerne Gesicht mit geschlossenen Augen.

Es gehört einem Gefallenen: Sein Kopf sinkt leicht zur Seite, und der Körper liegt haltlos hingestreckt. Altertümlich wirkt die Kleidung – möglicherweise ein Hinweis darauf, wie zeitlos das Leiden und Sterben in den Kriegen der Menschheitsgeschichte ist.

Im Garten der protestantischen Kirchengemeinde von Wachenheim

Das Bildwerk befindet sich seit vielen Jahren im Garten der protestantischen Kirchengemeinde von Wachenheim. Es ist Teil eines Denkmals, das „Unseren Toten“ des Ersten Weltkriegs gewidmet ist. Die Namensliste ist noch im Kircheninneren zu sehen, während man den Bildteil daraus entfernt hat.

Um den Gefallenen trauert eine weitere Figur. Deren Gesicht ist nicht zu erkennen. Während sie über den Leblosen gebeugt liegt, fällt ihr Haar lang über seinen Oberkörper. In der Darstellung gilt das Augenmerk nicht Vorgaben wie Ehre und Tapferkeit, was bei vielen anderen Monumenten der Fall ist. Hier steht die Trauer um den Toten im Vordergrund. Damit verbindet sich das mahnende Erinnern an all jene, die ihr Leben im Krieg verloren haben.

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