Wachenheim
Trampoline und Baumhaus in Planung
Was wünschen sich die Kinder in der Stadt Wachenheim? Das hatte der Stadtrat 2013 gefragt und eine Spielleitplanung auf den Weg gebracht und unter anderem Ideen für die Neugestaltung der Schwimmbadwiese gesucht. Mit einer Finanzierung durch die Dietmar-Hopp-Stiftung klappte es zwar nicht. 2018 schließlich wurde aber ein erster Abschnitt auf den Weg gebracht. Ein Spielhügel und ein Schiff waren Teil davon. Kostenpunkt: 200.000 Euro. 2019 war der erste Abschnitt umgesetzt. 2020 folgte der Startschuss für eine Pumptrack-Anlage. Die Kosten von 70.000 Euro wurden unter anderem mit Spenden finanziert. Zudem unterstützten Freiwillige den Bau mit Eigenleistung.
Nun steht Abschnitt drei auf der Agenda. Geplant sind unter anderem Trampoline, ein Baumhaus und ein Fitnessparcours. Zusammen mit den weiteren Arbeiten kostet der dritte Abschnitt nach Berechnungen der Stadt rund 160.000 Euro.
Gefahren an der Pumptrackanlage
Rüdiger Göbel (CDU), der sich mit anderen Wachenheimer Vätern für den Platz engagiert, sagte, es gebe immer wieder Diskussionen, dass die Pumptrackanlage „zu gut“ genutzt werde. „Kleinere Kinder haben kritische Situationen“, beobachtet Göbel. Daher solle man über einen Bereich auf dem Gelände für die ganz Kleinen nachdenken, der auch für Laufräder geeignet sei. Eine weitere Diskussion in der Stadt sei die über die Skater, die weiter vor der Kirche ihre Übungen machten. Für beide Gruppen könnte eine Lösung auf dem Platz geschaffen werden, getrennt voneinander.
In aus der Sicht einiger gefährlichen Nähe liegen Pumptrack und Spielfläche. Nils Rosenberger (Grüne) sagte, er finde das Projekt an der Schwimmbadwiese „super“. Sein Sohn berichte ihm aber immer wieder von gefährlichen Situationen. Weil eben auch mal ein Ball dort lande, wo er nicht landen soll. Kürzlich habe sein Sohn beobachtet, wie ein Junge so versehentlich vom Fahrrad geholt worden sei. Zum Glück sei nichts Schlimmeres passiert. Göbel sagte, man habe das Problem auf dem Schirm, Schutznetze seien möglich, aber auch eine Frage der Optik und der Kosten. Auch Arnold Nagel (FWG) sprach dieses Problem an: „Die Anlage ist top, aber wir müssen dort schauen, dass keine großen Unfälle passieren. Wir brauchen eine Aufsicht.“ Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) sagte, auf der Schwimmbadwiese sei „gegenseitige Rücksichtnahme“ gefragt. Beispielsweise sollten nicht unbedingt samstags um 14 Uhr gefährliche Sprünge geübt, sondern eher Randzeiten genutzt werden.
Petra Herriger (Grüne) regte an, ähnlich wie in Friedelsheim geschehen, gezielt Spender für Tische und Bänke zu suchen. Weitere Sitzgelegenheiten auf dem Gelände seien sinnvoll.
Die FWG-Fraktion beantragte, einen Auftrag zur Planung des Toilettenhauses auf den Weg zu bringen. Der Rat solle dies nun „explizit in Auftrag geben, sonst ist in drei Jahren nix passiert“, so Dorothea Geibel für die FWG. Es geht dabei um einen Bau, der ans Schwimmbad anschließen soll, der Toiletten für Bad und Wiese beherbergt und möglicherweise einen Kiosk. Walter Disteldorf (CDU) wies darauf hin, dass das Projekt bereits im Haushalt eingeplant sei. Dort sind in diesem und fürs kommende Jahr 230.000 Euro für das Projekt eingestellt. Hans-Jürgen Häfner (SPD) sagte, der Antrag der FWG sei zu unterstützen. „Es werden immer mehr Leute da sein“, so Häfner, entsprechend größer sei die Gefahr, dass die Leute in die Hecken gingen.
Es gebe für die Planung des Baus bereits mögliche Varianten, sagte Bechtel. Diese würden im Bauausschuss besprochen. Der Stadtrat verabschiedete die Mittelfreigabe für die Schwimmbadwiese sowie den FWG-Antrag einstimmig. Die geplante Diskussion über den Haushalt erfolgt am kommenden Montag.