Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel SV Weisenheim gelingt der Befreiungsschlag

Weisenheims Mark Heisel (rechts) im Zweikampf im Gianluca Gianetta vor dem 2:0.
Weisenheims Mark Heisel (rechts) im Zweikampf im Gianluca Gianetta vor dem 2:0.

Der SV Weisenheim beendet in der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz auf eindrucksvolle Weise seine Negativserie von fünf Spielen ohne Sieg. Held des Tages ist aber keiner der sechs Torschützen.

„Wir haben uns endlich einmal selbst belohnt“, sagte Spielertrainer Daniel Schattner im Mannschaftskreis nach dem 7:0 (2:0)-Kantersieg des SV Weisenheim am Sand beim FC Arminia Ludwigshafen II. Ein hoher und verdienter Sieg, aber es gab auch eine Phase, in der das Spiel hätte kippen können.

Mit einer 2:0-Führung im Rücken kamen die Weisenheimer zur zweiten Halbzeit aus der Kabine und gerieten sofort unter Druck. Gut, dass SV-Torwart Patrick Rößel den Schuss von Daniel Fichtner in der 46. Minute glänzend parierte und auch bei einer Doppel-Großchance in der 62. Minute für Arminia zur Stelle war. Hatten die Gäste die Partie vor der Pause noch dominiert, war davon nichts mehr zu sehen. Da war zu spüren, dass der Mannschaft nach der Negativserie von fünf sieglosen Spielen in den Knochen steckte und das Selbstvertrauen erheblich angeknackst war.

Schattners Analyse

„Wir hatten uns vorgenommen, dass wir rauskommen und bei der Sache sind, dass wir konzentriert sind, dass wir in den ersten zehn, 15 Minuten kein Gegentor zulassen und Sicherheit bekommen, aber genau das Gegenteil war der Fall. Dasselbe wie in den vorherigen Spielen, wo wir uns was vornehmen, aber nicht umsetzen können. Heute ist es gut gegangen, weil der Gegner nicht die Qualität hatte“, analysierte Daniel Schattner, der in der ersten Halbzeit das Weisenheimer Spiel klug organisierte.

Der SVW münzte seine spielerische Überlegenheit früh zur 1:0-Führung um, als Lukas Löffel in der 12. Minute traf. In der 19. Minute hatte die auf Konter lauernde Arminia aber eine hundertprozentige Torchance, als Daniel Fichtner auf Patrick Rößel zustürmte , der aber großartig parierte. „Man muss sagen, dass er uns zwei, drei Mal gerettet hat. Er war ein guter Rückhalt für uns“, lobte Schattner. Dass sich energisches Nachsetzen lohnt, auch wenn der Zweikampf zunächst verloren scheint, demonstrierte Mark Heisel in der 37. Minute, als er im gegnerischen Strafraum am Ludwigshafener Gianluca Gianetta dran blieb, diesem den Ball wegspitzelte und zum 2:0 traf.

Zwei Doppelschläge

Tim Heisels Pfostentreffer in der 65. Minute war das Signal für das Ende der Arminia-Drangphase und für einen tollen Lauf der Weisenheimer, für die zunächst Ayoub Mansouri zum 3:0 traf (67.). Fünf Minuten später war Mark Heisel mit seinem zweiten Treffer zur Stelle – 4:0. Aber damit nicht genug, die Ludwigshafener Spieler ließen die Köpfe hängen und der ohnehin offensivstarke SV Weisenheim entdeckte die Lust am Toreschießen wieder. Max Janta (75.) und Daniel Schattner (77.) erhöhten mit dem nächsten Doppelschlag auf 6:0 und Yanic Holzner setzte in der 80. Minute mit dem 7:0 den Schlusspunkt.

„Wir haben nach gutem Saisonbeginn den Faden verloren, nicht gut gespielt, obwohl wir wissen, dass wir es viel besser können. Jeder war frustriert über seine eigene Leistung und über die Teamleistung. Da war es ganz wichtig, dass wir heute drei Punkte holen. Dass es so hoch ausfällt, hätte ich nicht gedacht, aber es war auch wichtig, dass wir wieder Spaß haben“, sagte Daniel Schattner.

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