Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel SV Weisenheim bremst den Spitzenreiter aus

Drei gegen zwei hieß es beim Heimspiel der Weisenheimer, in der Bildmitte mit Daniel Manz (links) und Timo Konietzka.
Drei gegen zwei hieß es beim Heimspiel der Weisenheimer, in der Bildmitte mit Daniel Manz (links) und Timo Konietzka.

Am 16. Spieltag der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz erwischt es den Spitzenreiter. Der SV Weisenheim fügt dem TuS Dirmstein die erste Saisonniederlage zu.

Die 120 Zuschauer, die sich gestern Nachmittag das Heimspiel des SV Weisenheim am Sand in der A-Klasse Rhein-Pfalz gegen den Tabellenführer TuS Dirmstein ansahen, erlebten beste Werbung für den Amateurfußball. Mit einer überraschend offensiven Einstellung und viel Leidenschaft gewann der SVW mit 3:1 (2:1)und fügte dem Meisterschaftsfavoriten dadurch die erste Saisonleistung zu. Die Weisenheimer überzeugten nicht nur durch Kampf, sondern auch mit tollen Kombinationen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase ohne Torraumszenen tauchten die sie in der 15. Minute erstmals gefährlich vor dem Gästetor auf, aber TuS-Keeper Max Brechtel wehrte den Schuss von Ayoub Mansouri, der von Timo Konietzka perfekt in Szene gesetzt worden war, ab.

Anschließend bewies Weisenheims Schlussmann Benjamin Salzner nicht zum ersten Mal, dass er einer der besten seines Fachs in der Vorderpfalz ist. Es waren aber nicht nur tolle Reaktionen bei Dirmsteiner Schüssen, die ihn auszeichneten, sondern auch eine perfekte Strafraumbeherrschung, die ihn auszeichneten. Mehrmals entschied sich er genau für den richtigen Moment, in dem er angesichts auf ihn zulaufender Gästestürmer sein Tor verlassen musste, um diesen den Ball vor dem Abschluss abzunehmen. Dadurch verhinderte er auch zweimal das 0:1.

In der 36. Minute kam der Spitzenreiter aber doch zum Führungstreffer. Mateo Dujic schlug einen Eckball von rechts in den Strafraum, und Innenverteidiger Görlan Garlipp, der in der vergangenen Saison noch als Spielertrainer beim BSC Oppau tätig war, köpfte den Ball ins SVW-Gehäuse. Die Weisenheimer zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt und drehten noch vor der Pause das Spiel. Zunächst traf Tim Reither nach Vorlage von Mansouri zum 1:1 (39.) und vier Minuten später Mansouri selbst, nachdem TuS-Keeper Max Brechtel einen Schuss von Daniel Manß an die Latte abgewehrt hatte. Manß war erst in der 31. Minute für Manuel Kiefel, der verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, ins Spiel gekommen. Auch dieser Rückschlag hemmte die Gastgeber nicht.

Dass die Dirmsteiner danach die Offensive verstärken würden, war vorauszusehen. Doch weder die Einwechslungen von Marius Schafhaupt (46.) noch von Patrick Hilzendegen (56.) bewirkten etwas. Ein goldenes Händchen bewies dagegen SVW-Trainer Daniel Schattner, als er in der 67. Minute Max Janta für Mansouri eingewechselte. Nur eine Minute war der gelernte Linksaußen, der aber gestern in der Schlussphase zentral als einzige Spitze agierte, auf dem Platz, als er eine Chance zum 3:1 hatte. Allerdings war sein Heber etwas zu tief angesetzt, so dass Brechtel den Ball greifen konnte. „Max hätte bereits noch mehr Einsatzzeiten gehabt, aber er verletzt“, sagte Schattner.

In der 78. Minute leitete Janta den Treffer zum 3:1 ein, als er auf der linken Seite den Ball erkämpfte, diesen zu Reither weiterleitete, der wiederum Mark Heisel bediente, der den Angriff erfolgreich abschloss.

In der Schlussphase wurde es hektisch. Außer bei einem Freistoß der Dirmsteiner während der neunminütigen Nachspielzeit geriet der Zwei-Tore-Vorsprung des SVW aber nicht mehr in Gefahr. „Am Schluss haben wir dreckig gespielt, aber so muss es auch sein“, stellte Weisenheims Co-Trainer Marc Lautenschläger, der wie Schattner dem Team eine Topleistung attestierte und wie sein Chef selbst nicht einsatzfähig war, zufrieden fest.

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