Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Weisenheim blickt nach oben

Steht wieder zur Verfügung: Timo Konietzka (rechts).
Steht wieder zur Verfügung: Timo Konietzka (rechts).

Der SV Weisenheim hat mit dem souveränen 7:0-Auswärtssieg bei Arminia Ludwigshafen II in der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz wieder in die Spur gefunden. Weiter nach oben gehen soll es mit einem Dreier im Heimspiel gegen den ASV Heßheim (Sonntag, 15 Uhr).

Heßheim geht es ähnlich wie uns. Beide Mannschaften sind nicht gut gestartet, beide haben hohe Qualität, aber ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft“, verdeutlicht Weisenheims Spielertrainer Daniel Schattner. Die von Kai Schäfer trainierten Heßheimer wurden in der vergangenen Saison Vizemeister, scheiterten aber in der Aufstiegsrunde erst im Entscheidungsspiel in Ludwigshafen hauchdünn an der TSG Deidesheim. In dieser Runde stehen die Grün-Weißen nach 13 Begegnungen auf Rang 13, der eventuell den Abstieg bedeuten würde. Zuletzt gelang allerdings ein ungefährdeter 4:0-Erfolg gegen Bezirksliga-Absteiger SV Südwest Ludwigshafen.

Neue Energie

Weisenheim, das als Tabellenneunter die meisten Tore erzielt hat, kann aber wieder hoffnungsvoller in die Zukunft blicken. „Schon im mit 0:1 verlorenen Pokalspiel gegen Edigheim haben wir eine gute Einstellung bewiesen. Unsere Leistung hat sich aber nicht im Ergebnis niedergeschlagen“, zieht der Coach aus der Pokalpleite ein paar Tage zuvor neue Energie. Man dürfe zwar den sonntäglichen Kantersieg gegen einen schwachen Gegner nicht überbewerten, aber Selbstvertrauen könnte der Erfolg, zu dem sechs verschiedene Torschützen beitrugen, dennoch geben. „Vielleicht löst dieses 7:0 etwas aus. Zumindest die Köpfe dürften wir wieder freibekommen haben“, kalkuliert Schattner.

Mit dem gemeinschaftlich errungenen Sieg im Rücken wollen die Weisenheimer nun einen spielerisch guten Gegner niederhalten. „Trotzdem wird es ein schweres Spiel, in dem Tagesform und Spielglück große Bedeutung zukommen“, vermutet der Spielertrainer. Gegen Heßheim und eine Woche später bei Aufsteiger und Schlusslicht ASV Birkenheide will der SVW seine Brust so verbreitern, dass er am 5. November in der Lage ist, dem souveränen und ungeschlagenen Spitzenreiter TuS Dirmstein auf den Zahn zu fühlen. Übrigens: Das Minimalziel Platz fünf ist derzeit nur noch sechs Zähler entfernt.

Umgekehrte Verhältnisse

Wichtig wäre, dass die derzeit komfortabel Personalsituation sich nicht ändert. „In den Vorjahren hat uns die Reserve regelmäßig mit dem Abstellen von Akteuren geholfen. In dieser Spielzeit ist es umgekehrt: Unser Kader ist so groß, dass immer wieder mal einer oder zwei in der B-Klasse aushelfen können“, sagt Schattner mit Blick auf weiteren Zuwachs. Der zuletzt fehlende defensive Mittelfeldspieler Timo Konietzka und der genesene Allrounder Bernd Lindenau sind zurück im Training und stehen zur Verfügung. „Klar habe ich die Qual der Wahl und muss schwierige Entscheidungen treffen. Aber mir ist diese Situationen lieber, als wenn mir Spieler fehlen würden“, betont der Trainer. Jeder werde seine Spielanteile bekommen.

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