Blickpunkt Sternsinger: Weniger Kinder als noch vor der Pandemie
Als die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar verkleidet ziehen die Sternsinger-Gruppen bundesweit durch die Gemeinden und sammeln Geld für wohltätige Zwecke, vor allem für notleidende, schutzbedürftige Kinder in aller Welt. Wobei der Schwerpunkt der nunmehr 65. Sternsinger-Aktion dieses Mal in Indonesien liegt.
Mit dabei sind erneut Kinder der katholischen Pfarrei Heilige Theresia vom Kinde Jesu. Sie laufen, meist in Begleitung Erwachsener, am 7. und 8. Januar durch verschiedene Gemeinden. In Bad Dürkheim, Kallstadt und Ungstein sind die Sternsinger am 8. Januar von 13 bis 18 Uhr unterwegs, in Leistadt, Freinsheim oder Wachenheim bereits am Tag davor. In Freinsheim werden die Sternsinger am Samstag ab 10.15 Uhr vom katholischen Kirchhof aus entsendet.
Traditionelle Segensbitte
In Bad Dürkheim kann sich jeder, der den Besuch der Sternsinger wünscht, im Pfarramt Bad Dürkheim oder per E-Mail an Pfarramt.bad-duerkheim@bistum-speyer.de melden, informiert Pastoralassistent Marcel Ladan, der die Sternsinger betreut. Außerdem gibt es ihm zufolge Anmeldezettel, die in der Kirche St. Ludwig ausliegen. Sternsinger werden von der jeweiligen Pfarrgemeinde ausgesandt. „Die Art und Weise der Anmeldungen unterscheidet sich von Ort zu Ort“, sagt der Theologe. Informationen hierzu gibt es im Internet unter www.pfarrei-bad-duerkheim.de/aktuell/aktueller-gemeindebrief.
Die Sternsinger kommen an die Türen von Häusern und Wohnungen. Den Menschen, die ihnen die Tür öffnen oder sie einlassen, singen die Kinder Lieder, sprechen ein Gebet oder sagen ein Gedicht auf. Dann schreiben sie an die Haustüren oder die Türbalken mit geweihter Kreide die traditionelle Segensbitte C+M+B mit der jeweiligen Jahreszahl. Die Buchstaben stehen für die Abkürzung der lateinischen Worte „Christus mansionem benedicat“, das heißt „Christus segne dieses Haus“. „Die Sternsinger sammeln dann auch die Spenden ein und erhalten als Belohnung meist etwas Süßes“, erklärt Ladan.
Geld fließt in bundesweiten Spendentopf
Der neue Pastoralassistent in St. Ludwig hat jedoch mit einigen Problemen zu kämpfen: „Es ist heutzutage eine Herausforderung, Kinder zu finden, die mitmachen wollen“, erzählt er. Es seien diesmal weniger Teilnehmer als noch vor der Pandemie, man sei auf jedes Kind angewiesen. Auch erwachsene Begleitpersonen werden noch benötigt. „Die Gemeinden gehen oft den Weg über Schulen, manche suchen frühere Kontakte“, erklärt Ladan.
„Das gesammelte Geld fließt in einen allgemeinen bundesweiten Spendentopf“, berichtet der 37-Jährige. Von dort aus werden schließlich die Hilfsprojekte für notleidende Kinder in der Welt gesteuert, etwa in Afrika oder Südamerika.
„Hier in Bad Dürkheim unterstützen wir auch Projekte in Indien und Peru“, erklärt er.