Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Startschuss für Pumptrack-Anlage

Auf die Bahn darf alles, was Räder, aber keinen Motor hat.
Auf die Bahn darf alles, was Räder, aber keinen Motor hat.

In nur vier Wochen ist auf dem Generationenplatz auf der Wachenheimer Schwimmbadwiese eine Pumptrack-Anlage entstanden. Am Sonntag wurde Einweihung gefeiert.

Nachdem vor fast genau einem Jahr das Spielschiff „Wachrem“ auf der Schwimmbadwiese festgemacht hatte, konnte am Sonntag mit der Einweihung der Pumptrack-Anlage ein weiterer Meilenstein des Mehrgenerationenplatzes freigegeben werden. Auch der 70.000 Euro teure Rundkurs, der unter anderem mit Spenden finanziert wurde, hat den Namen „Wachrem“ erhalten.

Die von der „Shaptestic-Crew“ aus Trippstadt konzipierte Anlage ist in Rheinland-Pfalz die erste ihrer Art, die mit einem Asphaltbelag versehen wurde. „So kann man dort mit allem fahren, was Räder hat“, berichtet Felix Lapport vom Planungsteam. Nur motorisierte Fahrzeuge sind verboten. In seiner Dankesrede hob Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) die Leistung aller Beteiligten hervor und nannte ausdrücklich Rüdiger Göbel, der es durch seine Beharrlichkeit geschafft habe, das Projekt durch die politischen Gremien zu bringen. „Hier ist etwas Sensationelles entstanden, was die Jugendlichen gerade in diesen schwierigen Zeiten nutzen können, ohne dass ihnen langweilig wird“, so Bechtel.

90 Tonnen Asphalt werden auf der Bahn verteilt

Die Anlage wurde innerhalb von gut vier Wochen auf einem 700 Quadratmeter großen Gelände neben dem Wachenheimer Freibad von der Shapetastic-Crew in Form gebracht – mit Unterstützung von Kindern und Vätern. Dabei mussten mit schwerem Gerät etwa 800 Kubikmeter Material bewegt werden. Als die Konturen erkennbar waren, konnten die Jugendlichen „ihre Bahn“ mitgestalten und mit dem Ausformen von Steilkurven und Wellen dem Streckenverlauf ein ganz individuelles Aussehen verleihen.

Dann waren die Väter gefragt, denn es mussten etwa 90 Tonnen Asphalt auf der Bahn verteilt werden. Verantwortlich für die geeigneten Asphaltmischung war der Straßenbauingenieur Tanguy Le Cocguic. Aber ohne die Hilfe der Väter, die Schubkarre um Schubkarre die schwarze Masse auf die Bahn schütteten, wäre es nicht gegangen. „Da haben alle mit angepackt, das war schon eine super Sache“, zeigte sich Le Cocguic zufrieden.

Als am Samstagnachmittag die Bahn fertig war, war es dem Team von Lapport vorbehalten, die ersten Testfahrten zu absolvieren. Als sich am Donnerstag Diplom-Ingenieur Ralf Bohde von der Freiraum-Service-Sicherheit vom ordnungsgemäßen Zustand des Kurses überzeugt hat, konnte er die Anlage unter bestimmten Auflagen freigeben. „Das ist hier in Wachenheim sehr schön geworden. Die Böschungsbepflanzung fehlt teilweise noch, hier und da steht noch etwas Wasser auf der Bahn und der Übergang von Bahn zum organischen Gelände muss hier und da noch optimiert werden, aber das sind Kleinigkeiten“, so das Urteil des Sachverständigen.

Probefahrt macht viel Spaß

Kurz nach der Freigabe durch den Bürgermeister am Sonntag gab es für die Jugendlichen kein Halten mehr. Mit Helm und Sicherheitsausrüstung ausgestattet, nahmen sie ihre Bahn in Besitz. Für Kilian Perry (13) stand nach den ersten Proberunden fest, dass es sich um einen „richtig guten Pumptrack“ handle. „Den kann man auch für die Kleinen empfehlen“, lautete sein Urteil. Josefine Mathis (10) fand es auch gut, musste sich aber noch etwas dran gewöhnen „Wir werden hier in Wachenheim ab jetzt viel Spaß haben“, sagte sie. Filip (6) hat auf seinem Bike schon acht Runden gedreht und findet es „voll gut“.

Dann ging es auch für die Kleineren mit ihren Rollern auf die Bahn. Im Frühjahr wir das Projekt „Mehrgenerationenplatz“ mit der Installation von Fitnessgeräten, Trampolinen und anderen Freizeiteinrichtungen in die nächste Runde gehen.

Fleißige Helfer hatten kräftig mit angepackt.
Fleißige Helfer hatten kräftig mit angepackt.
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