Erpolzheim RHEINPFALZ Plus Artikel Start der Isenach-Renaturierung rückt erneut nach hinten

Damit der niedrige Wasserstand der Isenach künftig nicht zu Geruchsbelästigung führt, soll das Bachbett schmäler werden.
Damit der niedrige Wasserstand der Isenach künftig nicht zu Geruchsbelästigung führt, soll das Bachbett schmäler werden.

Die seit längerem geplante Renaturierung der Isenach in der Ortslage von Erpolzheim wird sich weiter verzögern. Warum das Projekt auch in diesem Jahr nicht realisiert wird.

Von der Verzögerung berichtete Thomas Bayer, Leiter des Fachbereichs Bauen und Liegenschaften der Verbandsgemeindeverwaltung Freinsheim, in einer Sitzung des Gemeinderats Erpolzheim am Dienstag nach einer Anfrage des FWG-Fraktionsvorsitzenden Frank Wiegand. In dem Planfeststellungsbeschluss, der für die Maßnahmen zum Hochwasserschutz und zur Renaturierung im Bruch erforderlich war, war vereinbart worden, dass die Isenach in Erpolzheim nur noch mit bis zu 400 Litern Wasser fließen soll, vorher waren es bis zu 2500 Liter gewesen. Das Wasser wird zur Befeuchtung der Wiesen im Bruch und für das dortige breitere Bachbett benötigt.

Damit der niedrigere Wasserstand nicht zu Problemen in Erpolzheim, wie Beschädigungen von Bauten am Uferrand und Geruchsbelästigung führt, soll das Bachbett der Isenach im Ort schmäler werden, sodass das Wasser schneller fließt. Außerdem soll am Wasserabsturz an der Obermühle ein Denilpass eingebaut werden, eine spezielle Fischaufstiegshilfe, die Fischen und Kleinlebewesen im Wasser eine durchgängige Passage ermöglichen soll.

Knackpunkt: Fischtreppe

Bereits im Spätsommer 2023 war den Mitgliedern des damaligen Gemeinderats eine Vorplanung für die Renaturierung vorgestellt worden. Damals hatte es geheißen, dass vermutlich 2025 mit den Arbeiten begonnen werden kann. Nachdem die Entwurfsplanung durch ein Ingenieurbüro länger gedauert hatte, als von der Verbandsgemeindeverwaltung gedacht, war 2026 als neuer Termin für die Renaturierung genannt worden.

Für den Denilpass liege noch keine Genehmigung der zur Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd gehörenden Wasserwirtschaftsbehörde vor, nannte Bayer als Grund für die erneute Verzögerung. Der Denilpass gilt nicht als optimal, benötigt aber weniger Platz als andere Fischtreppen. Für andere Fischaufstiegshilfen reiche der Platz an der Obermühle nicht, sagte Bayer.

x