Bad Dürkheim
Stadion Trift: Startschuss für Sanierung schon 2024?
Ursprünglich waren für den im März beschlossenen Sportstättenförderplan 2024 im Landkreis sieben Förderanträge eingereicht worden. Der Dürkheimer Stadionumbau rangierte auf dem sechsten Platz. Allerdings seien mittlerweile viele Kommunen abgesprungen, erklärte Sozialdezernentin Judith Hagen am Donnerstag im Sozial-, Sport- und Schulträgerausschuss der Stadt. Der Kreis habe nun mitgeteilt, dass das Stadion Trift auf einen der vordersten Plätze gerutscht sei und damit über den Kreisförderplan 2023 gefördert werden könnte. Ein unverhoffter Glücksfall für die Stadt. „Es ist ein wichtiges Projekt für Bad Dürkheim. Wir wollen uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen“, betonte Hagen.
Vorerst soll nur ein Teil realisiert werden
Geht es nach der Verwaltung, soll das neue Stadionkonzept angesichts der kurzen Vorlaufzeit allerdings nicht auf einen Schlag umgesetzt werden. Rund 3,27 Millionen Euro wären für dessen gesamte Realisierung fällig. Förderungen vom Bund gab es für das Großprojekt nicht, die Stadt hatte es dafür für die Jahre 2019 bis 2023 für den Sportstättenförderplan gemeldet. Da der Kreis signalisiert habe, dass auch Teilmaßnahmen angegangen werden können, schlägt die Verwaltung zunächst die Umgestaltung des Innenfeldes vor. Diese wird voraussichtlich rund eine Million Euro kosten. Da der „Goldene Plan“ des Landes Rheinland-Pfalz in der Regel eine Bezuschussung in Höhe von 40 Prozent vorsieht, kämen hierbei 400.000 Euro aus dem Fördertopf. Das Gesamtkonzept ist damit nicht vom Tisch. Die restliche Umgestaltung des Stadions soll – so der Plan der Stadt – später erneut für den Sportstättenförderplan gemeldet werden.
Flächen für Parcours, Basketball und Fitness
Größter Posten innerhalb der Innenfeld-Umgestaltung wäre die Verkleinerung des Kunstrasenfeldes, die mit 285.000 Euro veranschlagt ist. Da auf einem Nachbarspielfeld ein Kunstrasenplatz für Fußballer errichtet wurde, soll das Innenfeld auf Hockeynormmaß verkleinert werden. Der Plan sieht Banden und einen Ballfangzaun an der Nord- und Südseite vor. So könnten hier Turniere des DHC ausgetragen werden. Im Schulsport böte das Feld Platz für zwei Klassen.
Finanziell gesehen ein weiterer dicker Brocken: die Sanierung und teilweise Herstellung von Kunststoffbelägen – Laufbahnen und Weitsprunganlage sind hiervon betroffen. Hier rechnet die Verwaltung mit Kosten von 255.000 Euro. Außerdem vorgesehen ist die Neuanlage einer Renn-/Laufbahn, auf der Läufer andere Routen mit Höhenversatz oder Richtungswechseln nehmen können. Vorläufige Kostenschätzung: 11.600 Euro. Eine neue Parcours-Anlage auf einer Fläche von rund 350 Quadratmetern am östlichen Innenfeld (80.000 Euro), die Neuanlage eines Fitness-Areals (103.800 Euro) sowie zwei Basketballkörbe mit Spielfeldeinzeichnung (7500 Euro) ergänzen das Konzept. Hinzu kämen Planungskosten in Höhe von 100.000 Euro und Steuern. Der Sozialausschuss befürwortete den Plan, die Umgestaltung des Stadions im kommenden Jahr mit einem Teilabschnitt zu beginnen, einstimmig. Als nächstes muss sich der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss mit dem Thema auseinandersetzen.