Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Spitzenspiel für TuS Friedelsheim

Fehlt lange gesperrt: Can Hassan.
Fehlt lange gesperrt: Can Hassan.

Das Spitzenspiel der Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt findet am Sonntag, 15 Uhr, beim TuS Friedelsheim statt. Im Duell Dritter gegen Vierter erwartet der Aufsteiger den Bezirksliga-Absteiger VfB Haßloch.

Der Friedelsheimer Spielertrainer Nicolas Wrede hat die Haßlocher kürzlich im Heimspiel gegen TSV Lingenfeld beobachtet: „Da hat der VfB dank eines Tores zwei Minuten vor dem Abpfiff zwar nur mit 1:0 gewonnen, aber das darf uns nicht zu Leichtsinn verleiten.“ Die Haßlocher seien in der Offensive sehr stark, hätten mit Fabian Weber, der im Mittelfeld flexibel einsetzbar sei, einen Ausnahmespieler für die Liga und überzeugten mit Tempo und Dynamik. Nur am Abschluss habe es in dieser Begegnung gehapert. „Wir dürfen den VfB nicht ins Spiel finden lassen und müssen seine Schwächen in der Defensive nutzen.“

Einige Undiszipliniertheiten

Um zu gewinnen, sei ein gutes Pressing erforderlich, mit dem der TuS die Haßlocher vor Probleme stellen will. Der defensive Mittelfeldspieler Can Hassan ist für seine Rote Karte aus dem Spiel in Altdorf-Böbingen mit einer Sperre für sechs Spiele belegt worden. „Er muss daraus lernen, denn er schwächt mit seinem Ausfall die Mannschaft und ist sechs Wochen ohne Spielpraxis“, listet der Übungsleiter die Folgen auf. Dazu muss Hassan einen Obolus in die Mannschaftskasse entrichten. Das mussten zuvor auch schon Tommy Scarciolla und Aleksander Gajic für Undiszipliniertheiten. Laut Wrede haben sich die beiden vor den Mitspielern und dem Coach entschuldigt, womit die Sache erledigt ist.

Am Sonntag kann Wrede fast aus dem Vollen schöpfen, denn neben Hassan fehlen nur Pierre Hilbert, der arbeiten muss und Torunay Demir, der in Urlaub ist. „Fraglich ist der Einsatz von Torhüter Devran Akkus wegen einer Prellung, die er sich am vorigen Sonntag beim Aufwärmen zuzog, sowie von Benjamin Hill“, informiert der Trainer. Mittelfeldspieler Hill laboriert an einer Knöchelverletzung aus dem Spiel in Waldsee, weswegen für ihn auch schon nach einer guten Stunde Schluss war. Trotz der möglichen Ausfälle hat Wrede die Qual der Wahl.

Gute Chancen erste Wahl zu sein hat der im Sommer aus Knöringen gekommene Außenbahnspieler Bashir Soltani, der in Waldsee erstmals in der Startformation stand. „Er hat rechter Verteidiger gespielt und eine tolle Vorstellung abgeliefert, obwohl er eigentlich ein Offensivspieler ist“, freut sich der Coach über die positive Entwicklung Soltanis, der sich ständig verbessert habe. Den torgefährlichen Waldseer Lars Blau habe er jedenfalls im Griff gehabt. „Schon im Pokalspiel in Rödersheim war er einer der wenig guten Spieler bei uns“, ergänzt Wrede. Soltani sei schnell, technisch versiert und gut im Eins-gegen-eins.

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