Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel So weit sind die Arbeiten an der Therme (mit Bildergalerie)

In insgesamt sechs Becken kommt das Bad Dürkheimer Quellwasser zur Anwendung.
In insgesamt sechs Becken kommt das Bad Dürkheimer Quellwasser zur Anwendung.

In einem halben Jahr soll die Bad Dürkheimer Therme öffnen. Während der Schließzeit des Salinariums wurde auch in dem Neubau kräftig gearbeitet. Doch wird das 43-Millionen-Euro-Projekt tatsächlich im April eröffnet? Ein Baustellenbesuch.

Noch versperrt eine Baustellenwand aus Holz den Weg vom neu gestalteten Foyer des Salinariums in Richtung Therme-Neubau. Hier werden ab dem kommenden Jahr auch die Gäste der Therme empfangen. Dann geht es für sie rechts am Empfang vorbei in Richtung Umkleiden. 350 Spinde sollen hier schon bald stehen, die Sockel für die Umkleidekabinen sind bereits zu sehen. Wie im gesamten Neubau wird mit hochwertigem Material gearbeitet. Im Moment sind derzeit aber noch vor allem Estrich- und Fliesenleger gefragt, bevor es an die Innenausstattung geht. Etwa 7000 Quadratmeter Fläche hat die neue Therme – und die wollen gefliest werden. „Es geht flott voran“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Kistenmacher beim Baustellenrundgang.

Inhalationsraum mit Mini-Saline

Im Erdgeschoss sind zwei der insgesamt sechs Becken, in denen das heilsame Dürkheimer Thermalwasser zur Anwendung kommt, bereits betoniert. Wenige Meter vom Beckenrand entfernt sind die ersten Wände gefliest – die Fliesen sind in dunklem Grün gehalten, gemeinsam mit der Beleuchtung werde sich daraus eine besonders angenehme Atmosphäre ergeben, sagt Kistenmacher. Dafür sollen auch die gastronomischen Angebote sorgen: Die Hauptgastronomie wird im Erdgeschoss entstehen, zwei Saunabars in den beiden Obergeschossen. Im ersten Obergeschoss wird derzeit an den neun Räumen für die Wellness-Anwendungen – vor allem Massagen und Peelings – gearbeitet. Auch ein Bereich für die Inhalation von Sole entsteht.

An vielen Stellen des Neubaus – hier entstehen Spinde und Umkleiden – sind die Holzdecken bereits fertig.
An vielen Stellen des Neubaus – hier entstehen Spinde und Umkleiden – sind die Holzdecken bereits fertig.
Der Wellengang führt am Hallenbad vorbei zur Therme.
Der Wellengang führt am Hallenbad vorbei zur Therme.
Die Wandfliesen sind in dunklem Grün gehalten.
Die Wandfliesen sind in dunklem Grün gehalten.
Blick in den Technikraum im Keller.
Blick in den Technikraum im Keller.
Die Gäste der Panoramasauna schauen auf den Haardtrand.
Die Gäste der Panoramasauna schauen auf den Haardtrand.
Auch über die Michaeliskapelle können die Blicke der Besucher schweifen.
Auch über die Michaeliskapelle können die Blicke der Besucher schweifen.
Der gemeinsame Eingangsbereich von Therme und Salinarium – noch fehlen die Möbel.
Der gemeinsame Eingangsbereich von Therme und Salinarium – noch fehlen die Möbel.
Das Warmaußenbecken des Salinariums ist noch im Bau.
Das Warmaußenbecken des Salinariums ist noch im Bau.

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„Mit einer Mini-Saline“, wie Ira Schlömer, Leiterin des Salinariums, bemerkt. Inwieweit die Mini-Saline in dem Raum dem Gradierbau, auf den die Besucher während der Inhalation schauen können, gleichen wird, das will Schlömer noch nicht verraten. Im ersten Obergeschoss gibt es außerdem – wie in allen drei Stockwerken – die Möglichkeit, in der Sauna zu entspannen. Auch ein größerer Ruheraum befindet sich dort. Dazu gibt es eine großzügige Terrasse.

Das Prunkstück der Therme aber befindet sich noch eine Etage höher: die Panoramasauna. Gearbeitet werde derzeit viel von oben nach unten, erklärt Kistenmacher – deswegen sieht es dort „schon fast wohnlich aus“, wie der Stadtwerke-Geschäftsführer bemerkt. Therme-Besucher können in der Panoramasauna schwitzen und dabei die Aussicht auf Schäferwarte und Kriemhildenstuhl genießen. Auf der anderen Seite des Panoramastockwerks können Besucher den Blick über Michelsberg, Michaeliskapelle und Gradierbau schweifen lassen. Eine Aussicht, mit der sich die Bad Dürkheimer Therme nicht zu verstecken braucht. Auch einen Zugang auf das Dach wird es geben – allerdings nur auf Teilbereiche, auf denen Holzpaneele ausgelegt werden. Der Rest der Dachfläche wird begrünt.

Doch können die ersten Gäste tatsächlich im April in der Therme begrüßt werden? In der Stadtratssitzung Ende August hatte der Stadtwerke-Geschäftsführer davon gesprochen, dass die Schließzeit des Salinariums im September und in der ersten Oktoberhälfte entscheidend dafür sei, ob der Zeitplan für die Therme gehalten werden könne. In dieser Zeit habe viel parallel gearbeitet werden müssen, erläutert Kistenmacher. Die Bauleitung sei nach wie vor optimistisch, dass der avisierte Termin April 2025 auch gehalten werden kann, sagt Kistenmacher – und klingt dabei nicht ganz so zuversichtlich.

Wer darf „Therme-Tester“ werden?

Ab Januar ist ein dreimonatiger Probebetrieb vorgesehen. Dabei gehe es aber zunächst um die rein technische Inbetriebnahme. Erst später könnten die ersten Gäste in kleinen Gruppen zum Testbetrieb in die Therme gelassen werden. Wer „Therme-Tester“ werden darf, darüber entscheide das Marketing, sagt der Stadtwerke-Geschäftsführer. Schon jetzt sei aber klar, dass sich einige Arbeiten in den Januar ziehen werden. Ira Schlömer erklärt an einem Beispiel, dass eine planmäßige Eröffnung an vielem scheitern könne: Wenn die Becken mit dem Thermalwasser gefüllt seien, würden Wasserproben genommen. Die Analyse erstrecke sich über einen Zeitraum von 14 Tagen. Würden die erforderlichen Werte aus irgendeinem Grund nicht erreicht, würden erneut zwei Wochen verstreichen – die im Zweifel den Eröffnungstermin kippen könnten.

Dass dies nicht passiere, dafür bedürfe es einer genauen Abwägung der Risiken, betont Kistenmacher. Pandemie und Kostenexplosion durch den Ukraine-Krieg in der Bauphase haben den Stadtwerke-Geschäftsführer vorsichtig werden lassen. Keine Probleme sieht Kistenmacher beim Personal – trotz des allgegenwärtigen Fachkräftemangels. 25 zusätzliche Stellen entstehen durch die Therme. Die Leitungspositionen würden demnächst ausgeschrieben. Bereits jetzt gebe es aber Initiativbewerbungen.

Preisgestaltung „noch nicht in der Schublade“

Doch wie teuer wird der Eintritt? Klar ist, dass es drei Tarifzonen geben wird: Freizeitbad inklusive Warmaußenbecken, Therme und Sauna. Der Therme-Tarif schließt den Zugang zum Freizeitbad ein, der Tarif für den Saunabereich umfasst Therme und Freizeitbad. Er ist somit der hochwertigste – und teuerste.

Sobald der Eröffnungstermin feststehe, werde man die Eintrittspreise festsetzen, sagt Kistenmacher. Man wolle sich die Möglichkeit offen halten, bei der Preisgestaltung auf kurzfristige Entwicklungen zu reagieren. Es sei nicht so, dass die Preisgestaltung bereits in der Schublade liege. „Wenn wir eröffnen, muss alles stimmig sein“, betont der Stadtwerke-Geschäftsführer.

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