Kreis Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel So haben Bad Dürkheim, Freinsheim und Wachenheim gewählt

Bis 21 Uhr zählten die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer in Bad Dürkheim aus.
Bis 21 Uhr zählten die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer in Bad Dürkheim aus.

AfD und CDU sind bei den Zweitstimmen auch in der Region die Sieger der Bundestagswahl. Überraschend stark schnitt die Linke ab.

In der Stadt Bad Dürkheim legte die CDU um 7,9 Prozentpunkte auf 32 Prozent zu. Die AfD kam auf 15,9 Prozent – ein Zuwachs von 7,9 Prozentpunkten. Großer Wahlverlierer war die SPD: Statt auf 27 Prozent wie bei der letzten Bundestagswahl kamen die Sozialdemokraten dieses Mal nur auf 17,8 Prozent. Die Grünen holten in der Stadt auf 13,8 Prozent und kamen dabei im Vergleich zu den beiden anderen Partnern der gescheiterten Ampelkoalition glimpflich davon: Sie verloren gegenüber 2021 nur einen Prozentpunkt.

Drastisch fielen die Verluste der FDP in der Stadt Bad Dürkheim aus: 2021 holten die Liberalen 14,5 Prozent, am Sonntagabend waren es nur noch 5,9 Prozent. Statt 1610 gaben am Sonntag nur 695 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme den Liberalen. Anders als im Bund wäre die Fünf-Prozent-Hürde für die FDP in Bad Dürkheim aber trotzdem kein Thema gewesen.

Die Linke kam auf mehr als doppelt so viele Stimmen wie 2021: Sie holte 6,3 Prozent, 2021 waren es noch 3 Prozent gewesen. Die Wahlbeteiligung in Bad Dürkheim lag bei 83,7 Prozent und damit noch deutlich über den 77,6 Prozent aus dem Jahr 2021.

VG Wachenheim: 37 Prozent für die CDU

In der Verbandsgemeinde Wachenheim heißt der klare Wahlsieger CDU: Die Christdemokraten holten 37 Prozent der Zweitstimmen und damit 10,3 Prozentpunkte mehr als 2021. Damals war die Union in der VG auf 26,7 Prozent gekommen. 7,8 Prozentpunkte büßte die SPD gegenüber 2021 ein. Am Ende lagen die Sozialdemokraten in der Verbandsgemeinde bei 17,4 Prozent. Die Grünen verloren 2,1 Prozentpunkte auf 13,3 Prozent. Starke Verluste musste die FDP hinnehmen: Statt auf 15,4 Prozent wie 2021 kamen die Liberalen nun nur noch auf 6,5 Prozent. Die AfD verbuchte auch in der Verbandsgemeinde starke Zuwächse und holte 14 Prozent der Zweitstimmen (2021: 6,8 Prozent). Deutlich stärker als 2021 war auch die Linke: Sie kam in der Verbandsgemeinde auf 4,5 Prozent, 2021 waren es noch 2,3 Prozent gewesen.

Ein Blick auf die Ergebnisse in den Ortsgemeinden ist in der Verbandsgemeinde Wachenheim nicht aussagekräftig, da die Briefwahlstimmen nur in der Verbandsgemeinde insgesamt eingerechnet werden – nicht aber auf Ebene der Ortsgemeinden, in denen die Briefwähler wohnen. Der Anteil der Briefwähler lag in der Verbandsgemeinde Wachenheim bei knapp 49 Prozent. Insgesamt gaben 89,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

VG Freinsheim: CDU-Hochburg Kallstadt

In der Verbandsgemeinde Freinsheim sind CDU (plus neun) und AfD (plus 8,8 Prozentpunkte) die klaren Wahlgewinner. Fast zehn Prozentpunkte verlor die SPD, die FDP büßte 8,8 Prozentpunkte ein. Leichte Verluste verzeichnen die Grünen (minus 1,1 Prozentpunkte). BSW und Linke kamen in der Verbandsgemeinde nicht über fünf Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 87,5 Prozent, 2021 hatte sie 84 Prozent betragen.

Innerhalb der Verbandsgemeinde Freinsheim hat die CDU in Kallstadt das beste Ergebnis mit 38 Prozent erreicht. Bei den Erststimmen gab es dort sogar 43,1 Prozent für Johannes Steiniger. Weitere CDU-Hochburgen sind mit 35,3 Prozent Erpolzheim und Weisenheim am Berg. Die AfD hat in Dackenheim mit 20,7 Prozent am besten abgeschnitten. 19,7 Prozent für die AfD gab es in Weisenheim am Sand, wo die Partei damit ihr zweitstärkstes Ergebnis in der VG Freinsheim einfahren konnte. Mit 19,2 Prozent ist die SPD dort drittstärkste Kraft geworden. Das beste Ergebnis schaffte die SPD mit 20,6 Prozent in der Stadt Freinsheim. Die Grünen schnitten mit 16,4 Prozent in Weisenheim am Berg am besten ab.

Bei den Erststimmen schaffte Isabel Mackensen-Geis (SPD) in der Verbandsgemeinde Freinsheim deutlich den zweiten Platz vor Thomas Stephan (AfD).

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