Erpolzheim RHEINPFALZ Plus Artikel Skulpturen und ein Klettergerüst sollen den Ort weiter aufwerten

Solche Stelen sollen Besucher an den Ortseingängen künftig willkommen heißen.
Solche Stelen sollen Besucher an den Ortseingängen künftig willkommen heißen.

An den drei Ortseingängen werden für rund 42.000 Euro Skulpturen aufgestellt. Auf dem Abenteuerspielplatz am Erlengraben ist für 60.000 Euro eine Kletterspielanlage. Diese Investitionen beschloss der Erpolzheimer Rat am Dienstag.

Angesichts eines Kassenstands von etwa 574.000 Euro könne die Gemeinde diese Ausgaben problemlos verkraften, sagte Bürgermeister Alexander Bergner (FWG). Die Anregung, Skulpturen an den Ortseingängen aufzustellen, kam von ihm. Mit Zustimmung des Ortsgemeinderats hatte er den Dürkheimer Bildhauer Mathias Nikolaus um Vorschläge gebeten. An jedem der Ortseingänge soll eine andere Skulptur platziert werden, deren Motive und Gestaltung jedoch in Verbindung stehen, erklärten Bergner und Nikolaus.

Als Materialien will Nikolaus große Sandsteine und Stahlplatten verwenden. Motive auf den Steinen und dem Stahl sollen das Wappen der Gemeinde mit dem Leininger Adler und einer Weinranke sein, ein Kiebitz sowie Äpfel und Spargel. Der Kiebitz, der in Erpolzheim Giwick genannt wird, ist das Symboltier des Ortes. Mit Obst, Spargeln und Wein wirbt die Gemeinde. Als Alternative zum Kiebitz wären das Erpolzheimer Rathaus und die Kirche möglich, schlug Nikolaus vor. Das lehnten die Ratsmitglieder einhellig ab, sie wollen den „Giwick“.

Zweiteilung aus Richtung Freinsheim

Aus Richtung Freinsheim soll eine etwa 2,20 Meter hohe Skulptur, die aus zwei Teilen besteht, auf dem dortigen Fahrbahnteiler aufgestellt werden. Durch die Zweiteilung sehe man aus beiden Fahrtrichtungen jeweils eine Vorderseite der Stele, erklärte Nikolaus.

Aus Richtung Feuerberg sollen nach dem Plan von Nikolaus auf der rechten Seite, also in Fahrtrichtung, zwei etwa 2,50 Meter hohe Sandsteine, die durch eine Stahlplatte verbunden sind, aufgestellt werden.

Aus Richtung Ungstein ist auf der rechten Seite eine drei Meter hohe Stele vorgesehen. Die Skulptur müsse hier sehr groß sein, damit sie angesichts der Brücke und des hohen Ortsschilds optisch nicht untergeht, so Nikolaus. „Das ist schon ein Koloss, aber sehr beeindruckend“, kommentierte Bergner. Den Vorschlag von SPD-Fraktionssprecher Gunter Seidenspinner, die Skulptur hier auf der linken Seite aufzustellen, lehnte Nikolaus ab. Eine Installation in Fahrtrichtung sei sinnvoller, da die Skulptur so Besuchern, die in den Ort fahren, besser auffalle.

Die Skulpturen „passen zu uns, machen etwas her und werten den Ort auf“, lobte Seidenspinner. Dem stimmte FWG-Fraktionssprecher Frank Wiegand zu. Er bezeichnete die Entwürfe als sehr gelungen. Peter Ostermayr (FWG) regte an, die Skulpturen zu beleuchten. Das sei zu einem späteren Zeitpunkt möglich, so Bergner. Er sei von den Vorschlägen von Nikolaus „sehr beeindruckt“.

Finanzierung auch mit Hilfe von Spenden

Nach Angaben Bergners soll etwa die Hälfte der Kosten für die Skulpturen durch Zuwendungen von der Becker-Stiftung, die für Kunst und Kultur verwendet werden müssen, sowie Spenden bezahlt werden. Die andere Hälfte könne die Gemeinde aus ihrem Kassenbestand von 574.000 Euro übernehmen.

Neues Kletterspielgerät am Erlengraben

Die Kosten von etwa 60.000 Euro für ein großes Klettergerät, das auf dem Abenteuerspielplatz am Erlengraben aufgestellt werden soll, werden komplett aus dem Kassenbestand bezahlt. Der Abenteuerspielplatz könne im Westen durch ein Gelände, das der Gemeinde zur Verfügung gestellt wird, erweitert werden, so Bergner. Wie er berichtete, ist das Klettergerät aus Holz, das auf der Ostseite des Spielplatzes steht, 22 Jahre alt und in einem sehr schlechten Zustand. Es soll abgebaut werden, sobald auf der Westseite die neue Kletteranlage installiert ist. Wie diese aussehen wird, stehe noch nicht endgültig fest, betonte Bergner. Als Beispiel habe man sich das Angebot eines Spielgeräteherstellers vorlegen lassen. Nachdem der Gemeinderat nun grundsätzlich der Aufstellung einer Kletteranlage zugestimmt hat, würden jetzt weitere Angebote eingeholt. Die Ratsmitglieder müssten sich dann für einen der Vorschläge entscheiden.

Anlage mit mehreren Elementen

Bergner erläuterte, dass die Anlage aus mehreren Elementen wie Türmen, Seilen, Rutsche und Rohrrutsche bestehen und überwiegend aus Metall sein soll. Zwar gebe es wegen des Materials Bedenken von einigen Eltern, etwa, dass es in der Rohrrutsche zu heiß für ihre Kinder werden könnte, doch sei Metall weniger reparaturanfällig, und Anlagen aus Metall seien langlebiger. Im Osten, wo derzeit noch das alte Klettergerüst steht, sollen mehrere kleine Spielgeräte Platz finden.

Die Skulpturen und die Kletteranlage seien „kein Luxus“, sondern ein Mehrwert für den Ort und würden zur „Aufwertung von Erpolzheim“ beitragen, betonte Bergner. „Wir können uns das leisten“, betonte der Bürgermeister.

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