Basketball
SG Dürkheim/Speyer zeigt atemberaubende Offensiv-Gala
Wie in einem Rausch! Die SG TV Dürkheim/BI Speyer II „fegt“ die Roten Teufel mit einem Höllentempo aus der Halle. Beim 114:82 (67:33)-Sieg gegen den FCK gelingt den Kurstadt-Korbjägern einfach alles. 67 Punkte in der ersten Halbzeit und 15 Dreier sind die Kirschen auf der Torte.
Der Tabellendritte aus der Westpfalz wurde komplett auf dem falschen Fuß erwischt. Hatten Lauterns Basketballer das Hinspiel noch mit 103:76 gewonnen, so diktierte dieses Mal die Spielgemeinschaft das Derby von Beginn an. Mit hoher Zweikampf-intensität, einem schnellen Umschaltspiel und einem Höllentempo ab der ersten Minute heizte die Mannschaft um Trainer Carlos Hidalgo Guijo dem Favoriten mächtig ein.
SG agiert mit hoher Effizienz
Nach sieben Minuten führten die völlig entfesselt auftretenden SG-Cracks bereits mit 23:7! Von Beginn an trafen die Einheimischen mit hoher Abschlussquote. Gerade bei den Würfen aus der weiten Distanz verzeichnete der „Underdog“ hohe Effizienz. So landeten bereits im ersten Viertel bei der sensationellen 33:14-Führung (10.) fünf Dreier in der Lauterer Reuse. Auch in der Folge konnten die Roten Teufel die immer mehr über sich hinauswachsenden Kurstadt-Korbjäger nicht wirkungsvoll stoppen. Im zweiten Teilabschnitt zischten weitere sieben Weitwürfe jenseits der 6,75-Meter-Marke durch die FCK-Maschen und waren ursächlich verantwortlich für die deutliche 67:33-Pausenführung.
Ein Markenzeichen des Dürkheimer Höhenfluges: Die große Ausgeglichenheit im SG-Kader. Nicht ein oder zwei Stars drückten dem Pfalz-Duell den Stempel auf – es war das gesamte SG-Team! Alleine sechs Protagonisten punkteten zweistellig – um ein Haar hätte in Leon Henning sogar ein siebter Spieler zehn Punkte oder mehr erzielt. Die auf allen Positionen sowohl defensiv wie offensiv perfekt funktionierenden Hidalgo-Schützlinge hatten zur Halbzeit bereits doppelt so viele Treffer erzielt als die Gäste Keiner in der Halle konnte die hohe Führung richtig begreifen. Auch nicht das Regionalliga-Topteam aus Kaiserslautern. Schließlich war Lautern als Tabellendritter in die Kurstadt gereist!
Topscorer des FCK im Griff der SG-Defense
„Das Derby war umkämpfter, als es das Endergebnis vermuten lässt. Im ersten Viertel war die Partie zunächst ausgeglichen, aber zum Ende hin konnten wir uns dank einer intensiven, konzentrierten und disziplinierten Verteidigungsleistung absetzen. Besonders wirkungsvoll war die Abwehrarbeit gegen FCK-Topscorer Waldemar Nap“, nannte Carlos Hidalgo Guijo in seiner Spielbewertung den Hauptgrund, warum sein Team früh auf die Siegerstraße einbog. Nap, sonst für 25 bis 30 Treffer pro Match gut, erzielte dieses Mal nur 14 Punkte.
„Die funktionierende Defensivstrategie hat uns – zusammen mit unserer Treffsicherheit von der Dreipunktelinie – viel Selbstvertrauen gegeben. Natürlich waren auch die 15 Drei-Punkte-Treffer heute ein entscheidender Faktor.“ Der SG-Headcoach lobte die „herausragende Einstellung und hohe Energie“ seiner jungen SG-Talente. Hidalgo Guijo: „Wichtig war, dass wir uns zunächst über die Verteidigung ins Spiel kämpften. Als wir den Lauf hatten, sah man deutlich, dass die Jungs dann Freude am Spiel hatten.“
Paul Stupperich feiert glänzendes Comeback
In die zweite Hälfte startete die SG wieder gut, baute den Vorsprung nach einer grandiosen Offensiv-Gala wie beim 88:42 (28.) auf bis zu 46 Punkte Differenz aus! Im vierten Viertel verwalteten die in allen Belangen überlegenen Kurstädter schließlich souverän die deutliche Führung – ohne dabei ihren offensiven Geist zu vernachlässigen. Das Team stand im Mittelpunkt – und dennoch ragten zwei Akteure besonders heraus: Paul Stupperich avancierte nach längerer Verletzungspause bei seinem Comeback mit 25 Punkten gleich zum Topscorer. Sein Auftritt war atemberaubend – als wäre er nie verletzt gewesen. Ähnliches Szenario bei Nils Gesmann, der ebenfalls bei seiner Rückkehr sehr stark performte – nicht nur aufgrund seiner Treffer, auch wegen den vielen gewonnenen Rebound-Duellen.
Hidalgo Guijo: „Mit Nils und Paul hatten wir einen wichtigen zusätzlichen Faktor. Weil wir insgesamt nur neun Spieler einsetzen konnten, hoben Paul und Nils uns nochmals auf ein besonderes Niveau. Beide gaben uns wichtige Impulse, die uns die letzten Wochen noch fehlten.“ Auch Teambetreuerin Sabine Karst war begeistert: „Das war ein richtig gutes, schnelles, ja sogar hochklassiges Regionalliga-Spiel, das Spaß machte. Ein starker Auftritt unserer Jungs. Es war deutlich zu spüren, dass der Gegner mit so einem starken Auftritt von uns nicht rechnete und komplett überrascht war.“
So spielten sie
- Stupperich (25 Punkte), Kreilein (19), Grimley (16), Lange (16), Gesmann (16), Skiba (10), Henning (9), Hillmer (3), Ludwig.
uwe