Bad Dürkheim Seitenwechsel:

Wenn man nicht genügend Fußballer zur Verfügung hat, kann man als Verein ganz schnell in eine Zwickmühle geraten. So ist es zum Beispiel dem TuS Wachenheim am vergangenen Wochenende gegangen. Die erste Garnitur der Wachenheimer sollte in der B-Klasse bei Türkgücü Neustadt spielen, die „Zweite“ in der C-Klasse beim TV Ellerstadt. Doch die Anzahl der TuS-Kicker reichte nicht aus, um beide Mannschaften zu bestücken. Normalerweise schlägt nicht nur beim Skat der „Ober“ den „Unter“. Auch im Fußball genießt in der Regel die höherklassige Mannschaft Vorrang. Die Wachenheimer haben sich jedoch anders entschieden – aus nachvollziehbaren Gründen. Die Reserve hatte in dieser Saison schon zwei Spiele abgesagt. Hätte Wachenheim II zum dritten Mal passen müssen, wäre das Team vom Verband aus dem Spielbetrieb genommen worden und es hätte eine satte Geldstrafe gegeben. Also sagte der Verein das Spiel der Ersten Mannschaft ab. Somit bekam Türkgücü Neustadt kampflos die Punkte, was dem TuS Lachen-Speyerdorf, der mit den Türken um den Klassenerhalt kämpft, nicht geschmeckt hat. Das Wort „Wettbewerbsverzerrung“ machte die Runde. Die Wachenheimer haben in diesem Fall zuerst an sich gedacht, was ihnen nicht zu verdenken ist. Es allen Recht zu machen, geht sowieso nicht. (thl)