Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Schwimmen: Dürkheim-Wachenheimer DLRG steht bereit auf dem Startblock

Geht (noch) nicht: Rettungsschwimmen ist der wichtige Bestandteil der DLRG-Ausbildung.
Geht (noch) nicht: Rettungsschwimmen ist der wichtige Bestandteil der DLRG-Ausbildung.

Die DLRG-Schwimmer machen wie viele andere Sportler in der Umgebung schwere Zeiten durch. Schwimmbäder sind geschlossen, obwohl in den vergangenen Wochen zumindest schon einmal diskutiert wurde, wie eine Wiedereröffnung aussehen könnte. Wie ist die Lage bei der Ortsgruppe Bad Dürkheim-Wachenheim?

„Ein Schwimmer ohne Wasser, ist wie ein Vogel ohne Flügel“, ist ein bekanntes Zitat. Auch den Wassersportlern wurde ihr Element durch das Coronavirus genommen. Doch was treiben die Wassersportler in der schwimmbadfreien Zeit? „Das Vereinsleben liegt zur Zeit fast brach. Viele Trainer arbeiten in systemrelevanten Berufen und sind stark eingespannt. Anstehende Entscheidungen werden online getroffen. In Normalzeiten besteht aber ein sehr guter Kontakt zu Schwimmern und Eltern, so dass wir auch diese kontaktarme Zeit sicher gut überstehen“, sagt Regina Mayer, die für die Öffentlichkeitsarbeit bei der DLRG-Ortsgruppe Bad Dürkheim-Wachenheim verantwortlich ist.

Fragezeichen stehen hinter der Deutschen Meisterschaft

Abgesagt wurde nun bereits eine Vielzahl von Wettkämpfen für die Rettungsschwimmer, die sich wie auch andere Wassersportler in Wettbewerben miteinander messen. Auch die Lifesaving World Championships 2020 im italienischen Riccione, die Weltmeisterschaften der Lebensretter auf dem Wasser, wurden zumindest verschoben. Laut International Life Saving Federation zumindest auf das Jahr 2021, möglicherweise finden diese sogar erst im Jahr 2022 statt. „Mitte März hatte sich das Coronavirus schon stark verbreitet und an den Bezirksmeisterschaften wären mehr als 100 Personen beteiligt gewesen. An den Landesmeisterschaften im Juni sogar mehr als 600 Personen. Ob und wie Ende Oktober die Deutschen Meisterschaften durchgeführt werden, ist noch fraglich“, sagt Mayer, die noch hofft, das Ende des Jahres noch der ein oder andere Vergleichswettkampf statt findet. „Für unsere Wettkampfschwimmer ist das natürlich frustrierend. Wir haben eine fitte und motivierte Gruppe von Jugendlichen, die sich auch von frühen Trainingszeiten nicht abschrecken lassen“, erklärt Mayer. Einen besonderen Trainingsplan habe ihre DLRG-Ortsgruppe aber nicht erarbeitet. Fitness sei aber ohnehin kein Problem, da die Jugendlichen auch in anderen Vereinen aktiv seien.

Wann öffnen die Schwimmbäder wieder?

Schwierig sieht Mayer jedoch die Schwimmausbildung, denn diese leide sehr. „Die erzielten Fortschritte werden bei vielen jüngeren Kindern wahrscheinlich wieder gegen Null gehen. So dass wir bei einem Großteil wieder von vorne beginnen müssen“, sagt die Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit. Die Gretchen-Frage für alle Schwimmer, ob im Verein oder als Freizeitschwimmer ist jedoch, wann und ob die Schwimmbader in diesem Jahr öffnen. Immer wieder wird zumindest diskutiert, wie man auch in diesem Sommer unter Einfluss von Corona ein Schwimmbad öffnen könnte. Werden die Freibäder tatsächlich geöffnet ist die Frage, wer stellt die Schwimmaufsicht. „Die Öffnung des Freibades in Wachenheim ist noch fraglich. Sollte es dazu kommen, kann die Ortsgruppe ausreichend bereits ausgebildete Rettungsschwimmer bereitstellen“, stellt Mayer aber unmissverständlich fest. „Weitere Auswirkungen haben fehlende Schwimmbäder auch noch für einige Berufsgruppen. Insbesondere Polizeianwärter und Sportstudenten können mögliche Abzeichen nicht abgenommen werden“, berichtet auch Peter Schmitt der Vorsitzende von der DLRG Eisenberg und sieht weitreichende Folgen auch für den Schul- und Ausbildungsbetrieb. Anfragen gab es dahingehend aber doch selten, was DIE DLRG in Kusel, Altenglan und Bad Dürkheim-Wachenheim auf RHEINPFALZ-Anfrage beweist. „Externe Anfragen zur Rettungsschwimmausbildung liegen uns nicht vor. Intern haben einige Jugendliche mit der Ausbildung begonnen, beenden werden wir diese, sobald es wieder möglich ist“, sagt Mayer.

Wie würde sich die Öffnung der Bäder auswirken?

Bei einer Öffnung der Bäder bleibt auch weiterhin fraglich, wie sich dies auf das Training der DLRG Bad Dürkheim-Wachenheim auswirkt. „Zusätzliche Trainingszeiten stehen uns nicht zur Verfügung. Dies ist eines der größten Probleme: Wie können wir bei einer Öffnung allen Mitgliedern eine Schwimmausbildung garantieren?“, stellt Mayer die Frage, die maßgeblich von den Vorgaben der Bundes- und Landesregierung abhängt.

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