Wachenheim
Schwimmbadwiese: Platz für Kiosk und Toiletten
Ein 27 Quadratmeter großer Kiosk, ein Lager- und ein Technikraum sowie je eine Toilette für Männer, Frauen und Behinderte sieht Völpels Entwurf vor. Entstehen soll das Multifunktionsgebäude etwa 13 Meter vom Parkplatz entfernt, und zwar zu einem Drittel auf dem Badgelände und zu zwei Dritteln auf der Mehrgenerationenwiese, damit Besucher beider Einrichtungen es nutzen können.
Für die Außenfassade schlägt die Architektin aus Gründen der Nachhaltigkeit eine zweifarbige Holzverkleidung vor – in Grün als Hinweis auf Weinreben und in Pink für Mandelblüten. Arnold Nagel (FWG) warnte vor den hohen Pflegekosten einer Holzverkleidung und plädierte für den Einsatz möglichst robuster Materialien. Für einen barrierefreien Zugang sollen der Weg vom Parkplatz und das Gelände um das Gebäude herum befestigt werden, erklärten Völpel und Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Es soll eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erhalten und beheizt werden, damit es auch im Winter nutzbar ist.
Die Kosten werden Völpel zufolge die ursprünglich veranschlagten 250.000 Euro deutlich übersteigen, wegen der Preissteigerung am Bau rechnet sie derzeit mit 300.000 Euro. Sollte erst nächstes Jahr gebaut werden, belaufe sich die Summe voraussichtlich auf 330.000 Euro.
Diskussion über Anzahl von Toiletten
Die Diskussion drehte sich aber vor allem um zwei Punkte: die Gebäudegröße und den Zugang darüber zum Schwimmbad. Volker Eckl, Rüdiger Göbel (beide CDU), Arnold Nagel (FWG) und Petra Herriger (Grüne) hielten den geplanten Bau für zu klein. Vor allem die Anzahl der Toiletten reiche nicht. „Wir dürfen nicht überdimensionieren“, warnte Bechtel und erinnerte an die Toiletten im Schwimmbad. Die im Multifunktionsgebäude seien vor allem für Besucher des Mehrgenerationenplatzes und beeinträchtigte Menschen. Auch der Kiosk sei groß genug, da es im Bad Gastronomie gebe. Ein größeres Haus gehe das zulasten der Mehrgenerationenwiese und werde noch teurer, warnte Völpel. Das Multifunktionsgebäude ergänze die Angebote im Bad, dafür seien die Größe ausreichend und die Kosten hoch genug, fand der Erste Beigeordnete Manfred Bühler (FDP).
Der angedachte Eingang zum Schwimmbad war umstritten, da es Überlegungen gab, das Feuerwehrgerätehaus zu erweitern, wofür der Bereich des jetzigen Badeingangs benötigt würde. Diese Erweiterung sei aufgrund der technischen Gegebenheiten und aus Kostengründen illusorisch, sagte Bechtel.
Schließlich einigte sich der Stadtrat darauf, an der vorgeschlagenen Gebäudegröße und der Eingangssituation nichts zu ändern, aber so zu bauen, dass später noch Änderungen möglich sind. Baubeginn werde wohl erst im kommenden Jahr sein, schätzte Völpel.
Etwas dauern werde es auch noch, bis auf dem Mehrgenerationenplatz ein Sonnensegel über den Sandkasten gespannt und auf dem Gelände eine Inklusionsschaukel aufgestellt wird, erklärte Bechtel.