Blickpunkt
Schulen: Alles tun, damit kein Lockdown kommt
Mittlerweile müssen auch die Grundschulkinder wieder im Unterricht durchgehend Maske tragen, bei positiven Schnelltests gilt dies für die gesamte Lerngruppe sogar auf dem Schulhof. Trotz Luftfilteranlagen muss weiterhin regelmäßig gelüftet werden. Alle Maßnahmen sind mittlerweile zur Routine geworden. Das Wichtigste sei, dass die Schüler weiter zur Schule gehen können, so die Schulleitungen aus Bad Dürkheim sowie den Verbandsgemeinden Freinsheim und Wachenheim.
Zwei Tests pro Woche und das Tragen der Masken seien für die meisten Routine und Gewohnheit, meinen die Schulleiter. Das regelmäßige Stoßlüften, das trotz mobiler Filteranlagen vorgeschrieben bleibt, störe eigentlich kaum. Gegen Kälte könne man warme Jacken anziehen, der Unterricht werde davon nicht beeinträchtigt.
„Es ist ein wichtiges Signal, dass die Schulen offen bleiben“, sagt Ralf Frohnhäuser, kommissarischer Leiter der
Wie klappt es mit den Masken?
Andrea Storminger, Schulleiterin der Dürkheimer
Norbert Fuchs, stellvertretender Leiter der
Zwar gibt es an allen Schulen immer wieder positiv getestete Kinder oder Jugendliche, aber selten ist es mehr als ein Fall pro Klasse. Dann gilt allerdings für die gesamte Lerngruppe, beziehungsweise Klasse, sofort die Maskenpflicht auch auf dem Schulhof und es folgt die tägliche Testung an den folgenden fünf Schultagen. Das sei schon eine Belastung für die Kinder, weiß die
Keine der befragten Schulleitungen hat ein Weitertragen des Sars CoV2-Virus innerhalb einer Klasse beobachtet. Armin Rebholz, Schulleiter des Dürkheimer
In der Grundschule Ellerstadt-Friedelsheim-Gönnheim hat es ebenfalls mehrere Fälle in einer Klasse gegeben. Die seien auf einen Ausbruch im Hort zurückzuführen, in dem keine Maskenpflicht galt, erklärt Tischbein.
„Organisatorische Herausforderungen“
Dass an der Salierschule mal eine ganze Klasse zuhause bleiben musste, habe nur indirekt mit Corona zu tun gehabt, berichtet Storminger. Gründe seien, dass einige Lehrerinnen zuhause geblieben seien, um sich um ihre eigenen Kinder zu kümmern, außerdem hätten sich einige Lehrer krank gemeldet. Da habe dann nicht mehr genügend Personal zur Verfügung gestanden und die Schüler seien deshalb nach Hause geschickt worden. „Das sind durchaus organisatorische Herausforderungen“, so Storminger.
Organisatorisch schwierig sei die Möglichkeit der Beurlaubung von Kindern von der Ganztagsbetreuung, berichtet Brunner. Da müssten Listen verfasst werden, welches Kind wann nach Hause gehen darf, damit man den Überblick behalte.
Alle sind überzeugt, dass „Maske tragen und lüften“ die Ansteckungen innerhalb der Schulen gering hält. Die Luftfilteranlagen, Kohlendioxidmessgeräte oder UVC-Lampen in Grundschulen und der Unterstufe gäben zusätzliche Sicherheit. Alle 20 Minuten wird für mehrere Minuten gelüftet. Rebholz sagt: „Bis jetzt ist noch keiner erfroren.“
Im Januar steht das Abi an
Zwar hat das Ministerium verlängerte Weihnachtsferien bereits ausgeschlossen, aber nicht nur Fuchs denkt, dass es die Situation in den Familien etwas entspannen würde, wenn der letzte Schultag bereits am Freitag, 17. Dezember wäre und nicht erst am Dienstag, 22. Dezember. Dann könnten eventuelle Infektionen der Kinder noch vor Weihnachten erkannt werden.
Sollte es doch Wechselunterricht oder einem Lockdown geben, wären alle vorbereitet. „Da sind wir doch jetzt fit“, sagt Storminger überzeugt. Die Kollegen stimmen ihr zu. „Wir können spielend übergehen“, bekräftigt Frohnhäuser, Tischbein beruft sich auf die Erfahrungen des letzten Lockdowns: „Wir sind flexibel“. Fuchs erklärt, dass die entsprechende Internet-Plattform vorbereitet, die Pläne hinterlegt seien. In Kallstadt wird der Unterricht für Kinder, die in Quarantäne sind, gestreamt. „Das klappt so gut, dass die Kinder sich von zuhause sogar direkt am Unterricht beteiligen können“, erzählt die Schulleiterin. Achim Walk, Schulleiter der Dürkheimer
Am 5. Januar beginnen an der IGS und dem WHG die schriftlichen Abiturprüfungen. Rebholz macht sich etwas Sorgen um seine 13. Klasse. In den Tagen vor den Prüfungen haben die Abiturienten, wie schon im vergangenen Jahr, Fernunterricht. Auch die regelmäßigen Tests würden zur Sicherheit in der Prüfungsphase beitragen, so Fuchs.