Landtagswahl RHEINPFALZ Plus Artikel Schon jetzt fast doppelt so viele Briefwähler wie 2016

In Wachenheim haben bereits knapp 60 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahl beantragt.
In Wachenheim haben bereits knapp 60 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahl beantragt.

Die Anzahl der Briefwähler ist in Bad Dürkheim und den Verbandsgemeinden Freinsheim und Wachenheim gut eine Woche vor der Landtagswahl fast doppelt so hoch wie vor fünf Jahren. In einigen Orten hat etwa die Hälfte der Wahlberechtigten bereits ihre Kreuzchen gemacht. Briefwahl kann bis Freitag, 12. März, 18 Uhr, beantragt werden, bei einer kurzfristigen Erkrankung auch noch am Wahlsonntag.

In der Verbandsgemeinde Wachenheim können 7860 Männer und Frauen bei der Landtagswahl ihr Votum abgeben. Nach Angaben von Bettina Schröder, Mitarbeiterin der Abteilung zentrale Dienste der Verbandsgemeindeverwaltung, haben bis Donnerstagnachmittag bereits 4160 Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen beantragt. Bei der Landtagswahl im März 2016 nutzten in der gesamten Verbandsgemeinde nur 2630 Männer und Frauen die Möglichkeit, per Brief ihre Stimme abzugeben.

Spitzenreiter ist die Stadt Wachenheim: Von 3630 Wahlberechtigten haben bereits 2076 Briefwahl beantragt (2016: 1552). In Ellerstadt, Friedelsheim und Gönnheim liegt die Anzahl der Briefwähler jeweils etwa bei der Hälfte der Wahlberechtigten. Von den 1856 Ellerstadter Wahlberechtigten wollen bisher 908 die Möglichkeit der Briefwahl nutzen, 2016 waren es 457. In Gönnheim wollen bislang 614 von 1230 Wahlberechtigten dieses Recht per Briefwahl in Anspruch nehmen (2016: 325). In Friedelsheim haben 562 der 1144 Wahlberechtigten Briefwahl beantragt, vor fünf Jahren waren es nur 296.

Anzahl der Briefwähler steigt auch ohne Pandemie

Auch ohne Pandemie steige die Anzahl der Briefwähler schon seit Längerem, berichtet Stefanie Feigel, Sachgebietsleiterin bei der Stadtverwaltung Bad Dürkheim. Doch bei der anstehenden Landtagswahl „sind es definitiv mehr Briefwähler als sonst“, sagt Feigel. Rund 14.300 Dürkheimer dürfen mit zwei Kreuzchen mitbestimmen, wer zukünftig im Land das Sagen haben soll. 6500 Wahlberechtigte haben nach Angaben von Feigel bereits Briefwahl beantragt. 2016 waren es rund 3700 Briefwähler.

Sogar bei der Kommunalwahl 2019 sei die Anzahl der Briefwähler mit 4586 niedriger gewesen als bei der jetzt anstehenden Landtagswahl, weiß Feigel. Wegen des aufwendigen Kumulierens und Panaschierens ist die Anzahl der Briefwähler dort in der Regel höher als bei anderen Wahlen. Feigel verweist darauf, dass „von allen Seiten dazu aufgerufen wird, Briefwahl zu machen“. Es sei gut, dass viele Wähler diese beantragen.

Zum Verschicken: Anträge sollten bis Dienstag vorliegen

Bei einer internen Hochrechnung der Verbandsgemeinde Freinsheim sei man auf eine Prognose von etwa 7500 Briefwählern gekommen, verrät Büroleiter Jörg Heidemann. Ganz so viele werden es wohl nicht werden, vermutet er inzwischen. Bisher haben nach seinen Angaben 6464 Bürger der Verbandsgemeinde Briefwahl beantragt. Wahlberechtigt sind 12.223 Männer und Frauen. „Briefwähler stellen meist recht früh einen Antrag“, weiß Heidemann aus Erfahrung.

Der Anteil der Briefwähler steige schon seit etwa 20 Jahren bei allen Wahlen, doch durch die Pandemie sei der Anstieg bei der Landtagswahl deutlich höher, sagt auch Heidemann. So seien es bei der Landtagswahl 2011 rund 2800 Briefwähler gewesen. 2016 waren es 3650.

Er verweist darauf, dass die Briefwahl-Unterlagen nur bei Anträgen, die bis Dienstag vorliegen, verschickt werden. Wer sich danach für Briefwahl entscheidet, muss die Unterlagen bei der Verbandsgemeindeverwaltung abholen.

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