Fussball
Schlusslicht Erlenbach wartet: Kann Freinsheim den Negativlauf stoppen?
Vor einer richtungweisenden Partie steht der zuletzt zweimal sieglose Fußball-Bezirksligist FV Freinsheim, der am Sonntag, 15.30 Uhr, bei Schlusslicht SV Erlenbach antritt.
Acht, neun, sechs, zwölf, acht, sechs – nein, das sind nicht die Lottozahlen der vergangenen Woche, auch keine Wertungsnoten beim Eiskunstlauf und schon gar nicht die Eintrittspreise in der Bezirksliga. Es ist die jeweilige Punktausbeute des FV Freinsheim aus den ersten vier Spieltage in den zurückliegenden sechs Jahren. Unterschiedlich zwar, dennoch eint diese Zahlenkolonne eines: Der FVF holte in diesen Jahren stets mehr Zähler als in dieser Spielzeit, in der bislang magere vier Pünktchen auf der Habenseite stehen. So viele gab es zuletzt in der Serie 2018/19, als die Blau-Weißen am Ende als Viertletzter abstiegen.
So weit wird es in dieser Runde für den aktuellen Tabellenzehnten nicht kommen, dennoch ist das Tableau so eng (nur zwei Punkte vom Sechsten bis zum Letzten), dass ein Fehltritt in Erlenbach schnurstracks in den Tabellenkeller führen würde. „Es ist noch viel zu früh, um ein Zwischenfazit zu ziehen. Das kann man erst nach etwa zehn Spieltagen tun“, sagt der Freinsheimer Trainer Christian Schäfer. Das Team müsse den Kopf oben lassen, denn es habe bis auf die Auftaktpartie in Altrip und die erste Halbzeit bei 08 Haßloch einen guten Fußball gespielt. Ein Fußball, der zuletzt aber ertragslos blieb.
„Gegen den favorisierten SV Südwest Ludwigshafen waren wir nach 25 Minuten die überlegene Mannschaft. Am Ende, als wir beim 0:1 mit leeren Händen dastanden, war die Enttäuschung groß“, räumt der Übungsleiter ein. Einen Punkt habe der FVF auf jeden Fall verdient gehabt. Weil es den nicht gab, steht die Mannschaft am Sonntag in Erlenbach unter Zugzwang. „Ja, wir müssen diese Partie gewinnen“, fordert Schäfer. Dazu ist eine bessere Torausbeute nötig. Bislang erzielte Freinsheim lediglich fünf Treffer, was nur Queichhambach und Altrip unterbieten. Man spiele sich zwar weiterhin genügend gute Möglichkeiten heraus, was prinzipiell erfreulich sei, doch an der Verwertung hapere es, weil das Team nicht zwingend genug agiere.
In der Südpfalz kann der Coach wieder auf Mittelfeldspieler Dennis Drees zurückgreifen. Schäfer, der gegen den SV Südwest Moussa Keita, Giorgio Triassi und Lennard Lafontaine zum jeweiligen Startelfdebüt verhalf, rechnet mit einem tiefen Naturrasenplatz und einem Gegner, der dem FVF nichts schenken werden. Mit dieser Annahme könnte er Recht behalten, denn sein Erlenbacher Kollege Matthias Orso muss nur an die Vorjahresresultate erinnern, um sein Team zu motivieren. Da gab es nämlich zwei 5:1-Erfolge der Freinsheimer. Mit Blick auf die Tabelle würde Schäfer wohl auch einen knappen Sieg akzeptieren.